Gleich drei Spiele bestritten Teams des 1. FFC Braunschweig am vergangenen Wochenende auf der heimischen Roten Wiese in Braunschweig. Dabei waren nicht nur die Witterungsbedingungen hochsommerlich, sondern auch auf dem Rasen ging es heiß her. 

Junior Lions U19 - Foto: Sven FriedrichJunior Lions U19 - Foto: Sven Friedrich

Den Anfang machte die Mannschaft der Junior Lions U19 von Headcoach Tom Friedrichs, welche mit 40:14 (14:0; 6:8; 8:6; 12:0) gegen die Kiel Baltic Hurricanes U19 am Samstag gewinnen konnten. Bei Temperaturen von weit über 30°C, eröffneten die Hausherren das Spiel mit dem Kick-Off durch Jakob Hage. Anfänglich zeigten beide Mannschaften Startschwierigkeiten und mussten sich jeweils ohne Punkte wieder schnell vom Angriffsrecht trennen. Nach einem abgefangenen Passversuch des gegnerischen Spielmachers durch Lions Verteidiger Eric Bletz, war es dann Braunschweigs Runningback Damian Bytomski der den ersten Touchdown, als auch die im Anschluss erfolgreiche Two-Point-Conversion, für sein Team zur 8:0 Führung erzielen konnte. Nach einem weiteren Stopp der Braunschweiger Verteidigung, war es erneut 
Damian Bytomski, der die Führung der Gastgeber auf 14:0 (TPC nicht gut) ausbauen konnte. 

Zu Beginn des zweiten Spielabschnitts gelang es den Gästen aus Kiel, sich erstmals der Braunschweiger Endzone zu nähern. Zwar leistete die Defense der Lions große Gegenwehr, konnte aber final die Punkte zum 14:8 Anschluss der Hurricanes nicht verhindern.  Bis kurz vor der Halbzeitpause dominierten die Verteidigungsreihen das Spielgeschehen. Erst der Versuch der Kieler, tief in der eigenen Spielfeldhälfte im vierten Anlauf ein neues First-Down zu erzielen, brachte die Junior Lions nach einem Stopp ihrer Defense, nochmals in Schlagdistanz. Kurz vor dem Halbzeitpfiff bediente Quarterback Leon Dirmeier seinen Receiver Lennard Preuß, zum 20:8 Pausenstand in der Endzone der Kiel Baltic Hurricanes. 

Nach der Pause zum Start in den dritten Spielabschnitt, knüpfte der Angriff der Junior Lions direkt dort an, wo er vor der Pause aufgehört hatte. Runningback Damian Bytomski trug den Ball bis tief in die Hälfte der Gäste und Spielmacher Leon Dirmeier fand seinen Ballfänger Alexander Rachunok mit einem sehenswerten Pass zum 28:8 (TPC Damian Bytomski) in der Endzone der Hurricanes. Zwar konnte die Gäste im Verlauf des dritten Spielabschnitts nochmal auf 28:14 herankommen, doch sollte es das an Punkte für die Schleswig-Holsteiner gewesen sein.

Das vierte und letzte Quarter gehörte allein den Junior Lions. Mit seinen Touchdownläufen drei und vier zum 40:14 Endstand, war es Damian Bytomski der seiner Leistung die Krone aufsetzte. Zusätzlich konnten Daniel Wieczorek und Ethan Heuer auf Seiten der Verteidigung der Löwen, Kiels Quarterback kontinuierlich unter Druck setzen und die letzten Angriffsbemühungen der Gäste unterbinden. 

Junior Lions U16 - Foto: Viola SundermannJunior Lions U16 - Foto: Viola Sundermann

Der Sonntag startete mit dem Spiel der Junior Lions der U16 gegen das Team der Hamburg Blue Devils. In dem von beiden Verteidigungsreihen betonten Spiel, war es die Mannschaftsstärke und damit verbundenen Kadertiefe der Gäste, welche schlussendlich den Ausschlag für die 8:26 (2:0; 0:8; 6:6; 0:12) Niederlage der Junglöwen gab. Von Beginn an hatten es beide Angriffsformationen schwer sich gegen die jeweilige Verteidigung durchzusetzen. So war es wenig verwunderlich, dass die ersten Punkte für die Gastgeber durch einen Safety der Defense zum 2:0 erfolgten.

Auch der zweite Spielabschnitt stand im Fokus der Verteidigungsreihen und den Blue Devils gelang nur durch eine Unaufmerksamkeit auf Seiten der Hausherren mit einem langen Pass, die Führung zum 2:8 (TPC gut). Nach der wohlverdienten Halbzeitpause waren es erneut die Hamburger zu Beginn des dritten Spielviertels, die mit einem langen Touchdownlauf ihre Führung auf 2:14 (PAT geblockt) ausbauen konnten. Doch die Junglöwen gaben sich noch lange nicht geschlagen und Quarterback Liam Klemmer bediente seinen Ballfänger Emil Schiefner mit einem langen Pass zum 8:14 (TPC nicht gut) Anschluss-Touchdown in die Endzone der Blue Devils. 

Im vierten und letzten Spielabschnitt mussten die Junior Lions von Headcoach Tim Harig zum einen den Witterungsbedingungen und zum anderen der Kadertiefe der Gäste, Tribut zollen. Noch zwei Mal fanden die Hanseaten den Weg in die Endzone der Hausherren und konnten somit den Sieg mit nach Hause nehmen. 

Lady Lions WR Alicia Sorge 99 - Foto: Fabian UebeLady Lions WR Alicia Sorge 99 - Foto: Fabian Uebe

Das dritte Spiel am vergangenen Wochenende bestritten die Lady Lions in der 2. Damenbundesliga Nord, gegen die Mannschaft der Lilienthal Venoms. Nach fast 1000 Tagen ohne Spiel, standen die Löwinnen des 1. FFC Braunschweig und Meister der 2. Damenbundesliga 2019, erstmalig wieder in einem regulären Saisonspiel auf dem Platz. Nach einem etwas holprigen Start mit einiges an Sand im Getriebe, bezwangen die Lady Lions die Gäste aus Lilienthal klar mit 52:14 (14:8; 23:0; 8:0; 7:6) und konnten somit einen großartigen Start in die Saison 2022 feiern. Nach dem Kick-Off der Gastgeberinnen, war es zuerst die Verteidigung der Löwinnen, die für das erste Highlight der Begegnung sorgte. Nach einem Fumble der Venoms konnten die Lady Lions den Ball sichern und gaben ihren Angriff in guter Ausgangsposition die Möglichkeit zu punkten. 
Runnigback Leonie Pfeiffer sagte umgehend "Danke!" und brachte ihr Team mit 6:0 (PAT nicht gut) in Führung. Die Lilienthalerinnen konterten umgehend, glichen erst durch einen Touchdownlauf ihrerseits aus und gingen dann mit einer Two-Point-Conversion sogar mit 6:8 in Führung. 

Das sollte dann aber auch der einzige Zeitpunkt des Spiels gewesen sein, an denen die Hausherrinnen zurückliegen sollten. Denn fortan setzten nur noch die Braunschweigerinnen dem Spiel den Stempel auf. Die Verteidigung der Ladys glich mit einem Safety zum 8:8 aus. Noch im ersten Spielabschnitt war es anschließend abermals Leonie Pfeiffer, die ihr Team wieder mit 14:8 in Führung brachte. Im zweiten Spielviertel brachen dann alle Dämme und es scorten nur noch die Damen des 1. FFC Braunschweig. Den Touchdown zum 21:8 (PAT Hannah Schmiedekind) erzielte Ronja Bajohr nach Pass von Melina Bergt. Es folgte ein Touchdown-Pass von Charlotte Schramm auf Alicia Sorge zum 29:8 (TPC H. Schmiedekind). Nach einem Quarterback-Sack von Julia Wentzlaff und einem daraus resultierenden weiteren Stopp der Braunschweiger Verteidigung, war es noch vor der Halbzeit Stefanie Schult zum 35:8 und die Kombination Lisa Holtfreter auf Nationalspielerin Alicia Sorge zum 37:8, welche für den Pausenstand sorgten. 

Auch nach der Pause bestimmten die Gastgeberinnen die Partie. Hannah Schmiedekind erhöhte auf 45:8 (TPC A. Sorge) und auf Seiten der Verteidigung war es Nationalspielerin Alina Voigt, die für den nächsten Quarterback-Sack sorgte. Im vierten und letzten Quarter konnten die Venoms den Rückstand zwar nochmals per Lauf auf 45:14 verkürzen, doch Alicia Sorge sorgte sofort im Anschluss mit einem 97 Yard Kick-Off Return, für den Endstand zum 52:14 (PAT H. Schmiedekind).

Verfasser und verantwortlich für den Inhalt:  Holger Fricke - New Yorker Lions

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