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Verbandsligen (Seniors)

Verbandsliga NRW (Gruppe West) 2019: Cologne Crocodilies II, Kevelaer KingsMülheim Shamrocks, Mönchengladbach Wolfpack, Witterschlick Fighting Miners und Schiefbahn Riders
Verbandsliga NRW (Gruppe Ost) 2019: Bochum Rebels, Lippstadt Eagles, Hamm Aces, Recklinghausen Chargers, Sauerland Mustangs und Siegen Sentinels

Witterschlick ist ein Ortsteil der Gemeinde Alfter und liegt in der Nähe der Stadt Bonn. Witterschlick ist bekannt für seine Tonmineralvorkommen, die im Jahre 1880 durch die Gebrüder Braun entdeckt wurden. Hervorzuheben sind die Tonvorkommen mit einem wertvollen Blauton. So ist die Assoziation zu den Fighting Miners nicht weit entfernt und erklärt auch ihre blaue Logofarbe.  Heute hat uns Marco Ruth, der Head Coach von den Fighting Miners (TB 1906 Witterschlick) Rede und Antwort gestanden.

HC

Marco Ruth ist Head Coach bei den Fighting Miners (Foto: Ippendorf Ben Pics – Photography Grafik Design)

Marco hat den Football bei den Neuwied Rockland Raiders (2005 bis 2006) als Corner Back und Defense End erlernt. In der Zeit von 2006 bis 2013 spielte er für die Bonn Gamecocks in der Regionalliga. Im Jahre 2013 wechselte er zu den Kerpen Bears und war bis zum Jahre 2015 aktiv. In 2015 gründete er die  Fighting Miners. Den C-Trainerschein erhielt er nach dem Lehrgang 2017/2018. Sportlich sind die Miners im Jahre 2017 in die 5. Liga aufgestiegen und konnten im letzten Jahr die Klasse halten. 

Oliver von NRW Football: Marco, du hast in 2015 den American Football mit den Fighting Miners nach Witterschlick (Alfter) gebracht. Warum hast Du diesen Schritt gewagt und dich nicht einem anderen Verein angeschlossen?
Marco Ruth: Weil ich mich mit meiner Heimat verbunden fühle und ich in dieser sehr viel Potential gesehen habe, um unsere Sportart gemeinsam mit dem TB-Witterschlick hier zu etablieren.
 
Oliver: Alfter liegt in der Nähe von Bonn und ist ein gefragter Wohnort. Wie sind eure Trainingsbedingungen?
Marco: Wir haben sehr gute Trainingsbedingungen in Witterschlick: einen Kunstrasenplatz verbunden mit einer modernen Anlage und einem Vereinsheim. Wir trainieren immer montags und freitags für je zwei Stunden. Im Dezember 2018 starteten wir schon mit der Vorbereitung, das heißt, wir haben das Training bis zum Saisonstart in verschiedene Phasen eingeteilt.
 
Oliver: Wie groß ist euer Kader? Hattet ihr besondere Abgänge oder Zugänge? Wer unterstützt dich beim Coaching?
Marco: Unserer Kader besteht derzeit aus circa 55 Spieler und wir suchen weiterhin Verstärkungen. Unterstützt werde ich von fünf weiteren sehr guten Coaches, denen ich sehr dankbar für Ihre Arbeit bin, denn ohne ihren Einsatz wäre das alles nicht möglich.
 
Oliver: Bemerkt ihr durch die TV-Übertragungen der NFL einen größeren Zulauf?
Marco: Ja, auf jeden Fall! Von Jahr zu Jahr konnten wir einen stetigen Zuwachs feststellen, gerade im Jugendbereich haben wir das sehr stark gemerkt.
 
Oliver: Du selber hast in deiner Zeit in der Regionalliga gespielt. Wie groß ist der Unterschied zur Verbandsliga? 
Marco: Ich finde den Unterschied von der „Regionalliga - früher“ zur „Verbandsliga -heute“ gar nicht mehr so groß. Das liegt auch daran, dass sich der Sport über die Jahre weiterentwickelt hat und die Verbände durch ihre sehr gute Jugendarbeit und Qualifizierung der Coaches die Vereine sehr gut unterstützt und gefördert haben. 
 
Oliver: Was willst in 2019 mit den Fighting Miners erreichen und welches großes Ziel hast du dir mit dem Verein noch gesteckt?
Marco:Ich bin überzeugt davon, dass unser Team stärker sein wird als in der letzten Saison. Deshalb hoffe ich auch, dass wir uns im Mittelfeld der Verbandsliga NRW (Gruppe West) bewegen können. Jetzt gilt es, dieses als Team zu erreichen! Das Ziel, das ich mir für den gesamten TB-Witterschlick wünsche ist: Das wir uns über alle Abteilungen hinweg stetig weiterentwickeln und gesund wachsen. Wir wollen den Spass an der Bewegung und dem Sport weitergeben! Ich möchte hiermit auch nochmal meinen großen Dank an den TB-Witterschlick für die gute Zusammenarbeit und Förderung aussprechen.
 
 
Oliver Jungnitsch führte das Interview mit Marco Ruth für NRW Football. Wer weitere Informationen zu den Witterschlick Fighting Miners sucht, wir haben sie hier verlinkt. 

Die Chargers wurden im letzten Jahr 35 Jahre alt, denn am 30. Juni 1983 wurde der 1. AFC Recklinghausen Chargers von ehemaligen Spielern der Herne Tigers gegründet. 1987 spielten sie sogar in der ersten Bundesliga, aber stiegen sofort wieder in die zweite Liga ab. In den folgen Jahren spielten sie in Ligen von vier bis zwei. In der GFL2 waren sie zuletzt im Jahre 2010. Nach einem Neuanfang stiegen die Chargers in 2017 wieder in die Oberliga auf und in 2018 wieder in die Verbandsliga ab.

E.Conrad

Eberhard Conrad ist der sportlicher Leiter und DB Coach der Herren (Foto bereitgestellt von den Recklinghausen Chargers)

Head Coach für die neue, aktuelle Saison ist ein Urgestein der Chargers, Eberhard Conrad. Angefangen hat er mit American Football bei den Dorsten Braves im Jahre 1995. 1999 wechselte Eberhard zu den Recklinghausen Chargers. Die C-Lizenz erwarb er im Jahre 2003 und war zu dieser Zeit Jugendcoach der Chargers. 2009 beendete er seine Karriere als Spieler. In der Zeit von 2007 bis 2010 wirkte er am Aufbau der damaligen  U16 Auswahlmannschaft vom AFCVNRW mit, in der er auch die DB’s coachte. Im Anschluss hieran übernahm der das Amt des Präsidenten bei den Recklinghausen Chargers (2010 bis 2015). Nach einer Pause vom Football kehrte er 2018 als DB Coach zu den Senioren zurück. Jetzt ist er der sportlicher Leiter und DB Coach der Herren. 

Oliver - NRW Football: Ebi, nach dem Weggang von Nils Müller nach Münster hast du seine Nachfolge angetreten. Wer unterstützt dich aktuell in deiner Arbeit?
Eberhard Conrad: Naja, die direkte Nachfolge habe ich nicht angetreten, da ich aufgrund meines Dienstes die Position des Head Coaches nicht erfüllen kann. Für mich sollte ein Head Coach möglichst an allen Spielen und Terminen teilnehmen können. Dies kann ich zur Zeit nicht leisten. Aktuell sind wir bei den Senioren sechs Coaches, wobei einige Positionen mit Spielertrainern besetzt sind, übrigens es sind alles Eigengewächse. Nicht optimal, aber wir haben uns so entschieden, erst einmal alles intern zu regeln. Was mich besonders erfreut ist, dass ein Spieler der ersten Stunde, nach einem Aufruf, zu uns gekommen ist. Anschließend hat er sich in die D- und C-Lizenz gestürzt und steht nun dem Verein zur Verfügung. Ich bin weiterhin für die DB’s zuständig und kümmere mich um den organisatorischen Ablauf im sportlichen Bereich.
 
Oliver: Wie zufrieden bist du mit euerem Kader?
Eberhard: Könnte besser sein - nein ernsthaft: der Grundkader ist gut! Er besteht aus motivierten Leuten, die auch zum Teil als Jugendtrainer arbeiten, die haben Lust! Dann gibt es halt die, die das Training nicht so ernst nehmen. Dann sind da die Leute, deren Namen man von der Mitgliederliste kennt. Einige Spieler haben halt spät mit dem Football angefangen. Einige spielen bei uns, weil sie spielen wollen, aber aufgrund ihrer Familien- und Arbeitssituation nicht so die Zeit aufbringen können, um in höheren Ligen zu spielen. Was uns halt fehlt ist die Erfahrung und teilweise die physische Stärke, aber da arbeiten wir Coaches dran.
 
Oliver: Wie sieht für einen Spieler der Recklinghausen Chargers eine typische Trainingswoche aus?
Eberhard: Zur Zeit gehen wir mittwochabends und samstags mittags in die Halle. Wenn am Samstag das Wetter gut ist, geht es auch raus. Allerdings müssen wir da immer etwas auf unseren Trainingsplatz aufpassen, dass wir ihn im Winter nicht zu sehr „vergewaltigen“, damit wir auch noch im Frühjahr/Sommer einen ordentlichen Platz haben. Montags bieten wir eine „Laufeinheit" bei uns im Stadion an, die wir in Richtung „Agility Training“ schieben. Natürlich hoffe ich, dass dazwischen das Gym fleissig besucht wird. Wenn es dann komplett raus geht, haben wir montags und mittwochs unsere Trainingseinheiten. Vor dem Spielwochenende haben wir am Freitag noch einen „Work Through“.
 
Oliver: Sportlich habt ihr in den letzten Jahren eine richtige Achterbahnfahrt hingelegt. Nach dem Neustart konntet ihr euch bis in die Oberliga wieder hocharbeiten. Im letzten Jahr lieft es nicht so toll. Woran habt ihr gearbeitet, damit ihr in diesem Jahr erfolgreicher seid?
Eberhard: Naja, ändern müssen wir eigentlich nicht viel. Der Grund für den letzten Abstieg ist einfach der, dass die Mannschaft für die Oberliga noch nicht reif war. Ich bin erst Ende 2017 wieder als Trainer an die Seitenlinie zurückgekehrt, deshalb kann ich zu dem Team von 2017 nicht viel sagen, aber in 2018 hat einfach die spielerische Erfahrung und auch die physische Konstitution für die Oberliga gefehlt. Wie ich aus Erzählungen erfahren habe, war der Aufstieg von der Verbandsliga in die Oberliga 2017 auch eine knappe Sache. Wir wollen 2019 uns in der Verbandsliga festsetzen und kontinuierliche Aufbauarbeit betreiben - nicht nur im Team, sondern auch drumherum. Da, denke ich, kann ich meine Erfahrungen, die ich sammeln konnte, sicherlich einbringen.
 
Oliver: Das denke ich auch. Was sind für dieses Jahr deine Ziele mit der Mannschaft und dem Verein?
Eberhard: Wie schon gesagt, mein bzw. unser Ziel ist es, sich zunächst in der Verbandsliga festzusetzen und weiterhin gute Aufbauarbeit zu leisten. Die Jugendabteilung läuft sehr gut. An dieser Stelle ein Dankeschön an alle, die sich bei den Recklinghausen Chargers in der Jugend engagieren! Sicherlich kann man nicht so weit in die Zukunft schauen, aber von da kommen immer wieder Überraschungen! Auf einmal taucht ein Talent auf oder aber ein hoffnungsvolles Talent verläßt den Verein oder hat keine Lust mehr. Ich denke aber, wir werden ein oder zwei Jahre in der Klasse verbleiben. Wenn dann die Strukturen da und gefestigt sind, dann können wir auch wieder nach oben schauen - bzw. müssen wir. Was mir zur Zeit wichtig ist, dass wir den Jugendbereich ausbauen - denn das ist die Zukunft!
 
Oliver: Stimmt, einen guten Unterbau aus Jugendspielern braucht jede Mannschaft. Ihr macht ein Testspiel gegen die Black Barons. Was sind deine Erwartungen an das Testspiel?
Eberhard: Ich sehe das Testspiel als Standortbestimmung: Wo stehen wir? Was klappt und was klappt nicht? Nach einigen Trainingseinheiten kann zum Beispiel jeder DB die Receiver seines eigenen Teams einschätzen. Man kennt die Schwächen und die Stärken, somit stellt man sich taktisch und strategisch darauf ein. Tritt man aber gegen ein anderes Team an, dessen Spieler man nicht kennt, dann kann man einfach besser sehen, wie die eigenen Spieler mit dieser Situation umgehen. Zudem werden die Spieler, die im Winter mit dem Sport angefangen haben, dort erstmals ihre ersten Erfahrungen auf dem Platz machen. Am Samstag vor dem Spiel haben wir noch ein Camp, sicherlich nicht die optimale Lösung. Einige Spieler können aber erst Ende März, aufgrund ihres Studiums/ihrer Ausbildung, voll in den Trainingsbetrieb einsteigen, so dass wir dann solche Tagesveranstaltungen doch durchführen müssen. Wie man sieht ist, für uns das Testspiel ein wirkliches Testspiel. 
 
Oliver: Die Chargers sind aus ehemaligen Jugendspielern der Herne Tigers entstanden. Auch ist meines Wissens der aktuelle Head Coach der Black Barons, Kai-Uwe Weitz, ein ehemaliger Spieler der Herne Tigers und der Recklinghausen Chargers. Gibt es auch heute noch viele „Schnittmengen“ zwischen  den beiden Vereinen?
Eberhard: Das stimmt, aber die Anfänge bei den Chargers habe ich nicht mitgemacht, denn ich bin erst im Jahre 1999 nach Recklinghausen gewechselt. Große Schnittmengen haben wir zur Zeit nicht. Abgesehen davon, es gibt ehemalige Spieler die sich regelmäßig treffen. Auch sind einige Ex-Spieler der Chargers jetzt in Herne als Trainer aktiv. Ich bin aber auch ehrlich, denn nach meinem Rücktritt als Präsident in 2015 und meiner Rückkehr habe ich mich nicht sehr intensiv mit dem Football beschäftigt.
 
Oliver: Zum Abschluss meine letzte und Lieblingsfrage: Was sind deine schönsten Erinnerungen im Bereich des American Football?
Eberhard: Nun ja, ich denke jeder Aufstieg, ob mit den Dorsten Braves oder den Recklinghausen Chargers ist etwas Besonderes! Meine erste Regionalligameisterschaft 2001 war es definitiv! Dann erinnere ich mich gerne an das NFLE Jugendcamp 2004 in Wuppertal. Ich hatte gerade mit dem Coachen angefangen und dann bei diesem Projekt dabei sein zu dürfen, war für mich schon eine tolle Erfahrung. Sich als Coach nur um das Coachen kümmern zu müssen und für alles andere wurde gesorgt: Getränkeversorgung, das Training wurde gefilmt, sobald ein Spieler ein Wehwehchen hatte, rannte ein Physio auf das Feld. Man kam auf den Platz und alles war aufgebaut usw.. Das war schon beeindruckend. Ach wie kann man es vergessen:  Die Trainingslager auf Norderney waren echte Highlights - ich glaube dies müssen wir wieder reaktivieren!
 
Oliver: Kleiner Hinweis: Norderney ist sehr teuer geworden! Ebi, vielen Dank für deine Zeit und ehrlichen Antworten. Bis zum Testspiel in Herne. 
Eberhard: Gern geschehen, wir sehen uns.
 
 
Oliver Jungnitsch führte das Interview mit Eberhard Conrad für NRW Football. Wer weitere Informationen zu den Recklinghausen Chargers sucht, wir haben sie hier verlinkt. 

Heute führt uns die Reise in die älteste Plan- und Gründungsstadt Westfalens, nach Lippstadt. Neben den Gebrüdern Rummenigge (Fußball) kommt auch Matze Knop (Komiker) aus dieser Stadt. Seit Januar 2016 wurde das sportliche Angebot im Ort um American Football durch die Lippstadt Eagles ergänzt. Den Spielbetrieb nahmen sie im Jahre 2017 auf und sind bisher zwei Jahre in Folge aufgestiegen.

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Daniel Greitens ist Head Coach und Runningback bei den Lippstadt Eagles (Foto ©Nick Jungnitsch)

Seit dem 17.05.2018 ist Daniel Greitens Head Coach der Eagles. Damit nicht genug, denn Daniel spielt auch auf der Position des Runningbacks für Lippstadt. Seine Vita ist länger als manches Telefonbuch, daher sind hier nur seine wichtigsten Stadionen: Er beginnt 1999 in der Jugend der Paderborn Dolphins mit dem American Football. Ab 2001 wechselt er in die Herrenmannschaft der Dolphins. In 2003 geht er für ein Jahr nach Bielefeld, da die Dolphins in dem Jahr keine Mannschaft melden konnten. Durchmarsch ab 2004 von Verbands- in die Regionalliga (bis 2014). Von 2015 bis 2017 spielte er für Paderborn in der GFL2. Bei den Dolphins war er 2004, 2008 und 2016 Offense MVP und 2005, 2006, und 2007 Team MVP. 2017 wurde seine Nummer zurückgezogen und er bekam eine Auszeichnung (inklusive Pokal) für sein Dolphins-Lebenswerk. Er ist Sport-, Mathe-, und Politiklehrer an einer Realschule in Paderborn und war 2009 und 2014 Bürgermeisterkandidat in Schloß Holte-Stukenbrock. Genug der Vorrede. 

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Daniel spielte von 2015 bis 2017 für Paderborn in der GFL2 (Foto ©Oliver Jungnitsch)
 
Oliver von NRW Football: Bisher spielte sich dein gesamtes Footballleben in Paderborn ab. Warum hast du die Eagles als Verein gewählt und nicht die Paderborn Dolphins?
Daniel Greitens: Mit 36 Jahren bin ich allmählich zu alt für die 2.Liga geworden. Als Runningback zählt ein schneller Antritt und man sollte dem ein oder anderen Linebacker weglaufen können. Das klappte halt nicht mehr in der GFL2. Irgendwann kann man mangelnde Geschwindigkeit nicht mehr mit Erfahrung ausgleichen. Allerdings wollte ich gerne noch weiterspielen, weil ich im gewissem Maße „süchtig“ bin. Deshalb habe ich bereits ab Ende 2015 versucht eine 2. Mannschaft in Paderborn aufzubauen. Ich hatte für eine solche Mannschaft auch genügend Spieler. Aus organisatorischen Gründen konnten die Dolphins eine 2. Mannschaft aber nicht umsetzen und so blieb mir nur ein anderes Team. Kofi Adomako, der mich bereits von 2003 bis 2007 in Paderborn trainiert hat und mit dem ich gerne zusammengearbeitet habe, sprach mich zeitgleich an und so bin ich bei den Lippstadt Eagles gelandet.
 
Oliver: Was ein Glück für die Eagles. Ihr seid zwei Jahre in Folge aufgestiegen. Bei deinem ersten Spiel als Head Coach waren Nick und ich in Brilon. Das Spiel habt ihr deutlich mit 69:00 gewonnen und sagen wir es so: an dem Tag konnte man einen Klassenunterschied erkennen. In welcher Liga sieht du Lippstadt langfristig?
Daniel: Mittelfristig sehe ich uns in der Regionalliga. Ob es dann noch weiter hoch geht, wird von vielen Faktoren abhängen, die jetzt noch nicht absehbar sind. Vor allem wird entscheidend sein, ob wir weiterhin so einen „Hype“ in Lippstadt und Umgebung verursachen. Dadurch können viele neue Spieler für die Jugend und auch für das Seniorteam akquirieren. Die Jugendarbeit ist das Wichtigste. Wenn man aus der eigenen Jugend gut ausgebildete Spieler bekommt, die sich mit dem Verein und der Stadt identifizieren, dann kann ein Programm wirklich erfolgreich sein.
 
Oliver: Wir haben euch schon häufiger auf dem Spielfeld (Spiele gegen Brilon und Herne) gesehen. Es fällt auf,  bei euch gibt es einige Amerikaner oder zumindest Spieler mit „A“ auf dem Helm. Du selber hast bis vor kurzem auch noch GFL2 gespielt. Wie bekommt ihr so einen Kader zusammen?
Daniel:Für mich hat es ja für die GFL2 nicht mehr ganz gereicht. Deshalb nehme ich mich mal aus dieser Aufzählung heraus. Die Spieler mit dem „A“ sollen unsere deutschen Spieler besser machen. Natürlich spielen die auch. Aber wenn wir wirklich irgendwann in die Regionalliga oder sogar GFL 2 wollen, dann brauchen wir eine gute Basis, die aus deutschen Spielern besteht, die am Besten keine „Söldner“ sind. Das wird sich aber nicht ganz verhindern lassen. Wir bieten den Jungs mit dem „A“ ein nettes Umfeld und nutzen einen Mix aus Kontakten, Chaos und Planung, um so einen Kader aufzustellen.
 
Oliver: Chaos? Das klappt bisher bei euch hervorragend. Du bist nicht nur Head Coach, sondern spielst auch auf der Position des Runningbacks. Auch ist es nicht das erste Mal, dass du als Spielertrainer fungierst. Was sind die Besonderheiten oder wo siehst Du Vor- oder Nachteile hierbei? 
Daniel: Da ich weder Offense Coordinator noch Defense Coordinator bin, sehe ich auf dem Feld keine Nachteile. Offense Coordinator und Runningback, dabei bestünde für mich die Gefahr, dass man sich selbst überschätzt und den „Helden“ spielen möchte. Als Offensespieler höre ich auf meinen Offense Coordinator. Wenn ich raus soll, dann gehe ich auch raus. Ich gestalte die Hierarchie im Trainierstab und in der Mannschaft sehr flach. Ich denke, das hilft dabei Konflikte oder Probleme als Spielertrainer zu verhindern. Dennoch wissen meine Spieler, dass ich mir jederzeit das Recht rausnehmen kann, selbst aufs Feld zu gehen. Das hab ich bis jetzt zwei oder drei mal in Specialteams gemacht. Die Bilanz dieser meiner Entscheidungen kann sich zum Glück sehen lassen. Einen Vorteil sehe ich nicht, wenn man als Spielertrainer selbst auf dem Platz ist. Es ist immer besser, wenn jemand von außen das Spielgeschehen lenkt. Ein Außenstehender sieht mehr als jemand der auf dem Feld steht.
 
Oliver: Du hast einiges im Football als Spieler erreicht, die Auszeichnungen sprechen für sich. Die Position des Runningbacks wird häufig in den höheren Ligen durch Amerikaner besetzt. Welchen Tipp hast du für mich, damit ich ein guter Runningback werden kann?
Daniel: Meine Trainingsbeteiligung seit 1999 liegt sicherlich bei 98%. Außerdem habe ich noch zusätzlich bei der Unimannschaft trainiert und gespielt. Ich glaube im Training „11 gegen 11“ zu spielen ist das Wichtigste. Nur so kann man, unabhängig von der Positionen, besser werden. Zudem muss man sich auch außerhalb des Trainings mental mit den Spielzügen und vor allem den Spielsituationen beschäftigen. So gewinnt man Sicherheit auf dem Platz. Ein wenig Talent und viel Spaß an der Sache sind ebenfalls wichtig. Dann ist man nämlich auch mal so bekloppt und übt an Brückenpfeilern und im Wald das Rausdrehen, schnelle Richtungswechsel und das Springen über Gegner. All das hat für mich, wie es mein alter Head Coach Dirk Ruloffs einmal gesagt hat, dazu geführt, dass ich weit über mein gegebenes Talent gespielt habe.
 
Oliver: Du unterrichtest als Lehrer auch Sport in einer Realschule in Paderborn. Hier steht die Pädagogik im Vordergrund. Beim American Football wird häufig der Bezug zum Militär gezogen. Wie kannst Du die Gegensätze vereinigen oder wie klappt das in der Praxis? 
Daniel: In meiner Schule bin ich als Lehrer bekannt, der klare Ansagen macht. Ein gewisses Maß an Disziplin und gutem Verhalten sind in der Schule auch wichtig, damit Verletzungen im Sportunterricht vermieden werden können. Allerdings setzte ich das nicht (nur) durch drakonische Strafen oder eine übermäßige Autorität durch. Ich vermittle den Schüler*innen, dass ich selbst Spaß an der Sache habe und versuche ein gutes Vorbild zu sein. Für einen Footballtrainer gebe ich dagegen wohl ein wesentlich „weicheres“ Bild ab. Allerdings gilt auch hier, dass ich als Vorbild wirken möchte und so die Mannschaft in die richtige Richtung bringe. Nur, weil ich als Head Coach die Spieler stramm stehen lasse oder sie anschreie, werden sie nicht besser. Man muss mit den - meistens jungen – Leuten auch pädagogisch arbeiten. In meinen 20 Footballjahren habe ich da einiges an Versagen erlebt. Ich kann nicht verlangen, dass die Spieler mit dem Kopf im Spiel sind, wenn ich selbst nur an der Sideline quatsche. Ich kann nicht verhindern, dass die Spieler sich dem Schiedsrichter gegenüber respektlos verhalten, wenn ich selbst nicht den nötigen Respekt zeige. Ich muss bereit sein Ansagen umzusetzen, auch wenn ich selbst als Spieler davon betroffen bin. Und ich muss vor der Mannschaft und einzelnen Spielern und Trainern auch von selbst aus zugeben, dass ich einen Fehler gemacht habe. Weder als Lehrer noch als Trainer bin ich ein gottähnliches Wesen. Das muss allen am Spiel beteiligten bewusst sein. Aber ein Spieler muss auch wissen, wann es Zeit ist ruhig zu sein. In diesem Spannungsfeld muss man dann versuchen das Beste für alle zu erreichen. Mit diesen Dingen habe ich - denke ich zumindest – ein diszipliniertes Team geformt, was mich bis jetzt in meiner Arbeit bestätigt.
 
Daniel Greitens2 0009 2016 07 0219 19 24
Wechselte von Paderborn nach Lippstadt (Foto ©Oliver Jungnitsch)
 
Oliver: Zum Abschluss noch eine Frage zum Testspiel gegen deinen alten Verein, die Paderborn Dolphins. Du kennst das Playbook und Spieler. Deshalb kann meine Frage nur lauten: Wie hoch gewinnt ihr? ;-)
Daniel: Ich kenne nur noch wenige Spieler, weil Paderborn in den letzten Jahren einen enormen Umbruch erlebt hat. Das begann schon nach der Saison 2016. Viele alte Spieler sind gegangen. Dafür sind neue Spieler aus der Jugend hochgekommen, die mit mir nie auf dem Feld gestanden haben. Auch der Offense Coordinator und Defense Coordinator sind neu. Von daher kann ich leider nicht wirklich von meiner „Dolphinserfahrung“ profitieren. Wir möchten den Dolphins schon ganz gut Paroli bieten. Ich bin auch davon überzeugt, dass wir zumindest mit der D-Line die ein oder andere Aktion zeigen können. In der Offense werden wir auch ein paar interessante Dinge zeigen, die hoffentlich für ein wenig Sorgenfalten bei den Paderbornern sorgen werden. Ich hoffe einfach, dass dieses Spiel viele Zuschauer nach Lippstadt lockt, um uns noch bekannter zu machen. Mit gutem Football und unserem Rahmenprogramm können wir dann hoffentlich ein paar neue Stammzuschauer gewinnen.
 
Oliver: Dafür drücke ich euch die Daumen und vielen Dank für das tolle und sehr informative Interview! Wir werden immer wieder mal von euren Spielen berichten. Hast du ein paar Schlussworte für uns?
Daniel: Ja, ich wünsche allen Footballfans eine spannende Saison 2019 und hoffe, dass man sich mal in Lippstadt im Waldschlösschen sieht.
 
Oliver Jungnitsch führte das Interview mit Daniel Greitens für fands/NRW Football. Wer weitere Informationen zu den Lippstadt Eagles sucht, wir haben sie hier verlinkt. 
 

Seit dem Jahr 1642 ist Kevelaer ein Wallfahrtsort und trägt den offiziellen Namen „Wallfahrtsstadt Kevelaer“. Damit gehört sie zu den wichtigsten Marienwallfahrtsorten Deutschlands, der auch schon von Papst Johannes Paul II., Mutter Teresa und Kardinal Joseph Ratzinger (dem späteren Papst Benedikt XVI) besucht wurde. Zum Glück gibt es in Kevelaer, das nahe der Niederländischen Grenze liegt auch irdisches. American Football hat aber hier lange auf sich warten lassen, denn die Kevelaer Kings wurden erst im Jahre 2013 gegründet. Ob dies auch ohne unseren heutigen Gast: René Artz, Head Coach der Kings möglich geworden wäre, ist sehr fraglich.

Rene Artz Kingsfoto.deRené Artz ist seit Jahre 2014 Head Coach der Kevelaer Kings (Foto bereitgestellt und genehmigt von ©kingsfoto.de)

René ist 35 Jahre jung und hat mit dem Football bei den Niederrhein Grizzlies (O-Line) vor 20 Jahren begonnen. Ende 2011 spielte er bei den Recklinghausen Chargers, wechselte dann aus beruflichen Gründen nach Kevelaer. Im Jahre 2013 bekleidete er die Position des Offense Coordinator und ist seit 2014 der Head Coach der Kevelaer Kings.

Nick von NRW Football: Die Kevelaer Kings wurden im Sommer 2013 gegründet. Du hast also hautnah erlebt, wie sich die Kings entwickelten. Woran erinnerst du dich?
René Artz: Der Zulauf zu Beginn war riesig, ich erinnere mich an Trainings mit über 50 Spielern und wie schwer es war einen Verein zu finden, der das Abenteuer „American Football in Kevelaer“ mitgehen wollte. Zum Glück haben wir in Kervenheim einen Heimatverein gefunden, der voll hinter uns steht. Mit einem eigenen Feld mit Flutlicht, das hauptsächlich nur von uns genutzt wird.

 

Nick: Prima, das haben nicht alle Vereine! Nach dem Start in der Landesliga seid ihr im letzten Jahr mit einem 10:00 Sieg am 23.09.2018 in Wesseling gegen die Blackvenom aufgestiegen. Was erwartest du von der neuen Saison in der Verbandsliga?
René: Unser Ziel dieses Jahr ist der Klassenerhalt. Düsseldorf, Sauerland und Bochum haben letztes Jahr gezeigt, dass man als Aufsteiger auch eine Liga höher mithalten kann und das wollen wir auch zeigen. Auch wenn es gegen Gegner geht, die über viel Erfahrung in der Liga verfügen.

 

Nick: Kevelaer ist eine kleine Stadt und man kann bei Wikipedia nachlesen, dass hier die Pflege des Brauchtums sehr wichtig ist. Besonders werden Karneval, Osterfeuer, Schützenfeste, Kirmes und St. Martins-Umzüge genannt. Wie ist eure Akzeptanz? Wie klappt es mit dem Nachwuchs?

René: Die Stadt Kevelaer steht voll hinter uns, das sieht man nicht zuletzt daran, dass wir unsere Spiele im Hülsparkstadion austragen dürfen. Wir versuchen aber weiterhin die Kings als festen Teil von Kevelaer zu etablieren und unseren Bekanntheitsgrad zu steigern.
Nachwuchstechnisch sind wir seit letztem Jahr mit einer U16 im Spielbetrieb. Hier sind wir aber auch auf helfende Hände angewiesen, damit die Jugendspieler zum Training nach Kervenheim kommen können, da die öffentlichen Verkehrsmittel eher beschränkt sind.
Wir suchen aber immer neue Spieler jeden Alters, um auch zeitnah eine U19 in den Spielbetrieb zu bringen.

 

Nick: Ihr startet in die Saison am 27.04.2019 gegen die Schiefbahn Riders. Ihr habt schon ein Scrimmage Mitte Februar gegen die Arnhem Falcons hinter euch. Zusätzlich macht ihr Testspiele Ende März gegen die Bocholt Rhinos und Cologne Falcons Prospects. Warum macht ihr das so oder war es Zufalll?

René: Die Saison in Holland startet schon Ende Februar und da bot es sich an, etwas gemeinsam zu machen, um auch mal aus dem Alltag des Hallentrainings raus zu kommen. Dazu kommt, dass wir für dieses Jahr einige Änderungen im Spielsystem haben und diese am besten unter Wettkampfbedingungen eingespielt werden können. Deshalb spielen wir noch vor unserem Camp gegen Bocholt und nach dem Camp gegen Köln.

 

Nick: Wie groß ist euer Kader? Hattet ihr besondere Abgänge oder Zugänge?
René: Stand jetzt werden wir wohl mit ca. 50 Spielern in die Saison gehen. Neben ein paar Spielerabgängen sind die größten Abgänge vor allem im Coaching-Bereich. Diese Lücke haben wir aber, denke ich, bestmöglich ersetzt.

 

Nick: Zum Schluss muss du uns noch ein Geheimnis verraten: Ihr habt rd. 28000 Einwohner und es sind häufig 700 Zuschauer im Stadion. Wie macht ihr das?

René: (Grinst über das ganze Gesicht) Werbung und freier Eintritt! Wir versuchen American Football als Event nach Kevelaer zu bringen, mit Hüpfburgen, gutem Essen und kalten Getränken. Für das nächste Jahr sind viele Dinge geplant, die das ganze aus dem letzten Jahr noch steigern sollen. Dazu haben wir unter anderem auf der Redcon in Regensburg einige gute Ideen gesammelt. Es wird beispielsweise in diesem Jahr ein Saturday Night Game geben. Genaueres dazu kommt in den nächsten Wochen.

Nick: Da bin ich gespannt und wir werden davon berichten. In Kevelaer wird Käwels Platt (1) gesprochen, das du nicht so gut sprichst, wie du es mir im Vorfeld verraten hast. Daher eine Verabschiedung auf Käwel Platt: Lot joot gon!

René: Also ich kann zwar tatsächlich etwas platt verstehen und auch in kleinen Mengen sprechen, aber ich denke sonst kaum einer hier. Man sieht sich!

 

Nick Jungnitsch führte das Interview mit René Artz für NRW Football. Wer weitere Informationen zu den Kevelaer Kings haben wir hier verlinkt.

(1) in Kevelaer und in den umliegenden Ortschaften in Varianten gesprochene Mundart, die auf den Niederfränkischen Sprachen basiert

 

Heute gehen wir unter die Wölfe, denn es gibt ein Interview mit dem Head Coach des Mönchengladbach Wolfpack’s: Phil Scales. Seine Verpflichtung war eine richtige Überraschung, als er vor einen Jahr diese Aufgabe übernahm.

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Phil Scales, seine Verpflichtung war eine richtige Überraschung (Foto: bereitgestellt von den Mönchengladbach Wolfpack )

Phil ist Brite und lebt bereits seit über 20 Jahren in Deutschland. Er hat in der GFL  für die Cologne Falcons (ab 2002) und für die britische Nationalmannschaft gespielt. Später übernahm er bei den Falcons den Posten als D-line Coach. Damit nicht genug, denn er spielte in den Niederlanden bei den Maastricht Wildcats, coachte auch dort als D-line Coach und war Head Coach der Oberberg Bandits. Auch im Jugendbereich war er auch aktiv. Phil trainierte meist als Head Coach verschiedene Teams von der U13 bis hinauf zur U19 bei den Kerpen Bears und den Cologne Crocodiles. Er ist auch gefragter Gastcoach für Trainingscamps von der vierten bis zur ersten Liga.

Oliver von NRW Football: Phil, irgendwie ist es mir unverständlich, aber du kannst es bestimmt aufklären: wie kommt ein Brite, der aus dem Heimatland des Fußballs kommt, eigentlich zum American Football?
Phil Scales: Ich habe American Football schon immer geliebt und habe auch schon viele Jahre zuvor immer Kontaktsport betrieben. Als ehemaliger Rugbyspieler lag mir auch der American Football nah. 
 
Oliver: Stimmt, Rugby hat in England auch eine große Tradition. Seit einem Jahr bist du Head Coach des Wolfpack. Wie ist es bisher aus deiner Sicht gelaufen?
Phil: Aus meiner Sicht verbessert sich das Team stetig. Ich bin sehr dankbar für die Unterstützung durch die Coaches, die Team-Manager und den Vorstand, die mir bei wichtigen Fragen und Entscheidungen immer zur Seite stehen. 
 
Oliver: Prima, das hört sich gut an. Man sagt, dass man Ziele nur dann erreichen kann, wenn man sie kennt. Welche Ziele steckst Du dir und deinem Team für 2019?
Phil: Mein Ziel ist es, das Beste aus der Mannschaft heraus zu holen. Zur Zeit gibt es Nichts, was wir als Mannschaft nicht schaffen können. 
 
Oliver: Was sind eure aktuellen Trainingsinhalte oder wie weit seid ihr in der Saisonvorbereitung? Plant Ihr ein Testspiel oder ähnliches? 
Phil: Das Training und die Vorbereitungen auf die Saison laufen auf Hochtouren und wir liegen sehr gut im Zeitplan. Alles ist so, wie es sein sollte und die Jungs arbeiten hart an sich selbst. Ein Scrimmage ist mit einer belgischen Mannschaft geplant, aber es steht noch nichts Genaues fest.
 
Oliver: Phil, du warst in verschiedenen Ländern unterwegs, gibt es hier Unterschiede im Training oder in der Einstellung zum Football? 
Phil: Natürlich ist Football in der 4. oder 5. Liga anders als in der GFL, aber das Niveau ist trotzdem hoch. Und es steigert sich von Jahr zu Jahr, auch wegen des allgemein wachsenden Interesses am American Football. In Deutschland wird eine ehemalige „Randsportart“ heute zunehmend von der Öffentlichkeit wahrgenommen, bestenfalls sogar schätzen gelernt. Das ist doch sehr positiv.
 
Oliver: Letzte Frage: du selber hast in der GFL gespielt. Gibt es eine Formel oder ein Rezept, wie es dir ein talentierter Spieler nachmachen kann? Was sind deine Tipps hierzu?
Phil: Talentierte Spieler gibt es überall. Den Unterschied macht das Durchsetzungsvermögen und die Fähigkeit, im Team zu spielen aus. Und nicht nur auf sich selbst fokussiert zu sein. Das macht für mich einen guten GFL Spieler aus. 
 
Oliver: Gut gesagt, ich muss sofort an den Spruch denken: „There is no I in Team!“ Vielen dank für deine Zeit und bis bald!
Phil: Auf wiedersehen!
 
Oliver Jungnitsch führte das Interview mit Phil Scales für NRW Football. Wer weitere Informationen zu den Mönchengladbach Wolfpack haben wir hier verlinkt.
 

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Ergebnisse Apr 21, 2019
American Football Verband DeutschlandErgebnis- und Informationsdienst Freundschaftsspiel 20.04.…

We are ready to go up!

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Regionalliga (Seniors) Apr 19, 2019
Am Donnerstag stellten sich die beiden Neuzugänge der Bulldogs, gemeinsam mit Head Coach Bert Smith…

Football ist hier generationsübergreifend 

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Landesligen (U19) Apr 18, 2019
Kleve (Cleve*) liegt an der Grenze zu den Niederlanden und ist ein Kurort. Es ist aber auch die…

U19 Trainingslager – 72 Stunden Football

U19 Cardinals
Regionalliga (U19) Apr 17, 2019
Am vergangenen Freitag um 14.30 Uhr traf sich die U19 Mannschaft der Assindia Cardinals, um…

NRW Football on tour

27 Apr 2019
03:00PM - 06:00PM
Cologne Falcons vs. Essen Assindia Cardinals
28 Apr 2019
03:00PM - 05:00PM
Herne Black Barons vs. Duisburg Vikings
04 Mai 2019
04:00PM - 05:00PM
Troisdorf Jets vs. Rostock Griffins

American Football Memes

Memes aus dem Bereich American Football

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