GFL + GFL2 (Nord)

American Football auf höchstem europäischem Niveau – das können die Kölner Fans ab Anfang Juni im Südstadion erleben. Hochkarätige Gastmannschaften aus Deutschland, Österreich, Spanien und der Türkei werden im Kölner Süden Gegner der Cologne Centurions in der European League of Football sein.

Centurions Teamfoto - (Foto: Silke Drane)Centurions Teamfoto - (Foto: Silke Drane)

Den Anfang machen am 4. Juni die Rams aus Kölns Partnerstadt Istanbul. Das neu in die European League of Football aufgenommene Team vom Bosporus wird in Köln sein erstes Spiel in der Liga absolvieren. Zu erwarten ist eine kampfstarke und ehrgeizige Mannschaft, die den Kölnern das Leben schwer machen wird. Ein echter Meilenstein auf dem Weg nach Klagenfurt, wo am 25. September das diesjährige Bowl- Game stattfinden wird.

Playoffs im Premierenjahr
Ähnlich wie die namensgebenden Centurions, die vor knapp 2000 Jahren mit den römischen Legionen an den Rhein kamen und dort eine unbedeutende Übersiedlung in eine der wichtigsten Städte der damaligen Zeit verwandelten, haben es die Footballer der Cologne Centurions geschafft, ihr Team in kürzester Zeit, zu einem Schwergewicht des aktuellen Footballs in Europa zu entwickeln. Es ist knapp ein Jahr her, dass sich in Köln das Team der Centurions formierte. Bereits nach etwa drei Monaten startete man als krasser Außenseiter in den Ligabetrieb der neu gegründeten European League of Football und schaffte es letztendlich mit großartigem Offensiv-Football und der stärksten Offense der Liga bis in die Playoffs, wo man erst gegen den späteren Bowl-Sieger aus Frankfurt ausschied.
 
Players to watch
Auch wenn Runningback-Star Madre London nach seinem Wechsel in die USA nicht nach Köln zurückkehrt, konnten die Centurions die Off-Season nutzen, um das Team auf die großen Aufgaben vorzubereiten, die in diesem Jahr warten.
Rund um seinen kölschen Quarterback und Liga- „Man oft he Year“ 2021, Jan Weinreich, baut das Team um General Manager David Drane und Head Coach Frank Roser eine schlagkräftige Truppe auf, die sich auf den Weg macht, in der bald startenden Saison eine bedeutende Rolle in der European League of Football zu spielen. Kölns Top-Receiver Quinten Pounds ist aus Kalifornien zurückgekehrt und mit den D1- Collegespielern Chris Richardson und Kalon Beverly von den UTEP Miners (El Paso) sowie Tre King (Texas Tech Red Raiders) sind drei Top Athleten von Texas an den Rhein gewechselt. Aber auch die deutschen Spieler wollen in dieser Saison für Furore sorgen. Gleich acht Centurions wurden zum letzten Lehrgang der Deutschen Nationalmannschaft eingeladen. Neben den kölschen Amis erwartet Coach Roser, dass einige deutsche Spieler ihren Durchbruch schaffen können. Zu ihnen gehören in der Offense die Receiver Louis Geyer, Rookie of the Year 2021 (kam aus Stuttgart nach Köln) und das kölsche Eigengewächs Paul Lenhardt sowie Runningback Toby Nick. In der O-Line hat man den Abgang von Leistungsträgern des Vorjahres gut kompensiert und ist sich sicher, an alte Stärke anzuknüpfen. Die Kölner Defense zeigt sich im Vergleich zum Vorjahr stark verbessert. In der eingeschworenen Gemeinschaft um „Käptn“ Julian Völker und den US-Athleten Chris Richardson und Kalon Beverly lohnt es sich, die deutschen Nationalmannschafts-Aspiranten Flamur Simon und Marius Kensy ebenso im Auge zu behalten, wie „Veteran“ Marc Scherenberg und den niederländischen Neuzugang Ibrahim Eldewieh.
 
Coaching
Im Vergleich zum Vorjahr, in dem die Centurions bereits die Playoffs erreicht haben, zeigt sich das Team für die ELF Saison 2022 deutlich verstärkt. So können die Fans in diesem Jahr von Coaches-Staff um den neuen Head Coach Frank Roser ein anderes Spielsystem erwarten. Im letzten Jahr eher Lauf lastig, werden die Centurions in diesem Jahr auf eine deutliche Aufwertung des Passspiels setzen. Die Nummer 1 O-Line der Liga wurde nochmals deutlich verstärkt und auch in der Defense und bei den Special-Teams dürfen die Fans eine deutliche Verbesserung zum Vorjahr erwarten. In allen Bereichen wurde der Trainerstab verstärkt und vergrößert, so dass die Spieler nun deutlich effizienter trainiert werden können. Die gute Vorbereitung in der Off-Season im Kölner RheinGym durch die beiden Strength und Condition Coaches Kevin Speer und Lorenz Petri machte sich bereits in den ersten Trainingswochen deutlich bemerkbar. Darüber hinaus setzt man bei den Centurions nun auch auf moderne Trainingsmethoden, um auch den mentalen Bereich zu stärken. Auch die Ansage von Spielzügen wird in diesem Jahr ein neues Level erreichen. Mit dem neu eingeführten Signal-Calling will der Kölner Coaching Staff für maximale Verwirrung bei den Gegnern sorgen. (...)
 
Ziele
Head Coach Frank Roser: „Unser Ziel ist, dass beste Team zu sein, das wir sein können. Und wenn wir diesen Weg gehen, dann wäre es toll, wenn wir Ende September noch im Training sind.“ Selbstverständnis der Centurions ist, dass ein Team aus der bedeutendsten Stadt am Rhein auch in seinem Sport die Nummer 1 am Rhein ist. „We are the best Team in NRW and one of the best in Europe!” , zeigt sich Centurions General Manager David Drane äußerst selbstbewusst. So ist es wenig verwunderlich, dass die kölschen Footballer ein klares Ziel vor Augen haben: die Playoffs und das Bowl Game der European League of Football am 25. September in Klagenfurt. Doch bevor das so weit ist, muss erstmal hochklassige europäische Konkurrenz aus dem Weg geräumt werden. Mit RheinFire Düsseldorf, Berlin Thunder und der Frankfurt Galaxy bekommt man es gleich mit drei Teams zu tun, die schon in den 2000er Jahren in der NFL- Europe zu den direkten Konkurrenten der Centurions gehörten. Hinzu kommt starke internationale Konkurrenz aus den kölschen Partnerstädten Istanbul (Rams) und Barcelona (Dragons). Drittes internationales Team in der kölschen Gruppe sind die Tirol Raiders (Innsbruck).

Alle Heimspiele finden im Südstadion statt. Am 4. Juni wird die Saison mit dem Liga- Eröffnungsspiel der Centurions gegen die Istanbul Rams gestartet, eine Woche später, am 11. Juni werden die Tirol Raiders zu Gast in Köln sein.

Info und Tickets - hier klicken!

 

Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Manfred Damaschke - Cologne Centurions

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Noch vor dem ersten Spiel, mussten Head Coach Troy Tomlin und Defense Koordinator Jim Ward umdisponieren. Der angedachte US-Import Linebacker Nigel Alexander sagte kurzfristig aus persönlichen Gründen sein Engagement bei den New Yorker Lions 2022 ab und es musste für ihn kurzfristig Ersatz gefunden werden.

Derrick Bryant- Foto: Inside Sport JapanDerrick Bryant- Foto: Inside Sport Japan

Diesen Ersatz fanden die verantwortlichen der Lions schnell in Form des erfahrenden 27-jährigen Derrick Bryant. Der US-Amerikaner aus South Holland, Illinois ist in der GFL und Europa kein Unbekannter. 2019 spielte er zuerst in der ersten italienischen Liga für die Parma Panthers, bevor er für die letzten verbliebenden fünf Spiele in der GFL, zu den Düsseldorf Panther wechselte.

Sowohl bei den Parma Panthers, als auch bei den Düsseldorf Panther, avancierte der 1,83 m große und 95 Kg schwere Linebacker schnell zum besten Verteidiger seiner Teams und konnte in insgesamt sieben Spielen für das Team aus Parma 49 Tackle, davon vier für einen Raumverlust, eine Interception und sieben abgewehrte Pässe verbuchen. Zusätzlich erzielte er einen Offensive Touchdown per Lauf. In Düsseldorf waren es in nur fünf Spielen 46 Tackle.

Bevor es den als Personal Trainer arbeitenden Linebacker nach Europa zog, verbrachte er eineinhalb Jahre in Japan, wo er nicht nur als Englischlehrer, sondern auch als Spieler in der japanischen X-League für das Team der Lixil Deers aktiv war. In der Saison 2018 war Derrick Bryant der überhaupt Erste und auch Einzige nicht Japaner im Team der Deers aus Tokio und es war für ihn ein Kulturschock, aber auch eine Erfahrung, welche er nicht missen will.

Seine College Zeit verbrachte er an der University of Indianapolis, wo er insgesamt 313 Tackle, davon 28 für einen Raumverlust, neun Quarterback-Sacks und zwei Interceptions verbuchen konnte. Bereits in seinem ersten Jahr wurde er mit dem Titel „GLVC Freshman of the Year“ ausgezeichnet. Bis heute ist Derrick Bryant der einzige Spieler der Greyhounds, dem diese Ehre zu Teil gekommen ist.

Nach 2019 sollte für den sympathischen Verteidiger eigentlich Schluss in Sachen Football sein und er wollte sich seiner zweiten Lieblingsbeschäftigung, dem kennenlernen anderer Länder und Kulturen widmen. So zog es ihn Anfang 2020 nach Thailand, doch auf Grund des Ausbruchs der Corona-Pandemie, zerschlugen sich schnell seine eigentlichen Pläne, es ging zurück in die USA und er begann wieder zu trainieren. Bereits 2019 hatte Lions Head Coach Troy Tomlin Kontakt mit Derrick Bryant und so ergab es sich, dass nach der kurzfristigen Absage von Nigel Alexander dieser Kontakt wieder zu Stande kam und Derrick Bryant 2022 für die New Yorker Lions auflaufen wird.

Verfasser und verantwortlich für den Inhalt:  Holger Fricke - New Yorker Lions

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Das erste Berlin Derby ist nach 5 Jahren wieder in den Büchern und den Zuschauern wurde etwas geboten. Es war für die Teams das erste Spiel der Saison 2022 und ein bisschen Sand im Getriebe gehört halt dazu. 

Rebels verlieren das Berliner Derby (Foto: Christian Goßlar)Rebels verlieren das Berliner Derby (Foto: Christian Goßlar)

Am vergangen Sonntag trafen, vor rund 1300 Zuschauern im Mommsenstadion, sich die beiden Berliner Football Giganten: Berlin Rebels und Berlin Adler zum ersten Spiel der GFL Saison 2022. Pünktlich um 16:00 Uhr erfolgte der Kick Off und die Rebels betraten mit ihrem Kicking Team das Feld. Die ersten Punkte gab es für den Gegner. WR Max Zimmermann wurde übersehen, denn er stand völlig frei und konnte unbehindert den Ball in die Endzone tragen. Die anschließende 2 Point Conversion funktionierte auch und so gingen die Adler mit 0:08 in Führung.

Auch die nächsten Punkte gingen auf das Konto der Gäste. Mit einem Fieldgoal bauen die Adler ihre Führung auf 0:11 aus. Die Rebels gaben darauf allerdings endlich eine Antwort. Dwight Caulker returnt den Ball bis an die 15 Yardline der Adler und die Rebels machen den TD perfekt: kurzer, gezielter Pass auf WR Nigel Westbrooks (TPC nicht gut/ 06:11). Im Anschluss brachten die Adler erneut Punkte auf das Scoreboard: wieder per Pass auf Max Zimmermann (PAT geblockt/ 06:17). Die Rebels haben in diesem Jahr besonderes Augenmerk auf den WR-Squad gelegt, denn die Antwort erfolgte sogleich. Donovan Isom bediente WR Robert Downs III über einen Pass von 60 Yards in die Endzone (PAT Mas Prevoo/ 14:17). Mit diesem Score ging es in die Halbzeit.

Das dritte Quarter begannen die Adler mit dem Kick Off und die Rebels konnten Punkte aus ihrem ersten Offense Drive in der zweiten Halbzeit erzielen: Pass durch Isom auf Westbrooks, der sich mit dem Ball in die Endzone tankte (PAT Mas Prevoo/ 21:17). Allerdings konnten auch die Adler wieder direkt scoren (TPC nicht gut/ 21:23). Nach einer Interception von Dwight Caulker brachte er den Ball bis an die acht Yardline der Adler zurück. Dann stellte sich die Offense der Rebels auf und machte den Sack zu: QB Donovan Isom lief selbst und brachte den Ball in die Endzone (TPC gut durch Lorenz Schäfer/ 29:23).

Die Berlin Adler übernahmen nach einem weiteren TD wieder die Führung zum 29:30 (PAT erfolgreich). Es folgte ein verschossener FG Versuch durch Kicker Mas Prevoo, aber die Berlin Rebles gingen nach einem langen Pass durch Isom auf Downs wieder in Führung (PAT nicht gut/ 35:30) Damit aber nicht genug. Auch die Adler scorten erneut durch ihren WR Max Zimmermann (PAT gut/ 35:37). Max Zimmermann war es auch, der für die letzten Punkte zum 35:43 sorgte. In zwei Wochen haben dann die Rebels die New Yorker Lions in ihrem Mommsenstadion zu Gast.

Verfasserin und verantwortlich für den Inhalt: Anne Kadler - Berlin Rebels (redaktionell geändert)

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Die Assindia Cardinals sind mit einer Heimniederlage in die neue Zweitliga-Saison (GFL2) gestartet. Im heimischen Sportpark „Am Hallo“ mussten sich die Men in Blue dem Aufsteiger Paderborn Dolphins am Sonntagnachmittag mit 14:31 (0:0, 6:7, 0:7, 8:17) geschlagen geben.

Men in Blue starten mit Heimniederlage gegen Paderborn in die Saison (Foto: Oliver Jungnitsch)Men in Blue starten mit Heimniederlage gegen Paderborn in die Saison (Foto: Oliver Jungnitsch)

Die erste Hiobsbotschaft erreichte die Essener bereits vor dem Kick-Off: Defense Coordinator Luigi Figlia konnte krankheitsbedingt nicht an der Sideline stehen, sodass die MiB improvisieren mussten. Zu Beginn der Partie ließen sich die Hausherren davon jedoch nicht verunsichern. Sie erwischten einen guten Start, wären im ersten Viertel beinahe gleich in Führung gegangen, doch ein Yard vor der Paderborner Endzone missglückte den Cardinals ein Snap, sodass die Dolphins den Drive im letzten Moment noch abwehren konnten. Aufgeschoben ist bekanntlich nicht aufgehoben, und im ersten Spielzug des zweiten Spielabschnitts war es so weit: Quarterback Alexander Jodlauk warf das Spielgerät von der gegnerischen 42-Yard-Line in den Lauf von Wide Receiver Marcel Perz, der das Ei gekonnt fing und sich auf dem Weg in die Endzone nicht mehr stoppen ließ. Erster großer Jubel brach aus „Am Hallo“, der jedoch schnell wieder verpuffen sollte, weil der Erhöhungsversuch von Kicker Christoph Steinmetz geblockt wurde – 6:0 für die Men in Blue. Die Gäste aber ließen sich nicht verunsichern von dem Rückstand und hatten die prompte Antwort parat: Der junge Quarterback Finn Traphan passte in die Endzone auf den an diesem Nachmittag bärenstarken Receiver Felix Blissenbach – der Ausgleich. Und diesmal war auch der PAT erfolgreich: Hendrik Schröder ließ sich die Chance nicht nehmen und erzielte die 7:6-Führung für die Delfine. Kurze Zeit später wurde es wieder gefährlich vor der Essener Endzone: Im ersten Viertel noch selbst Pech gehabt und einen Punktgewinn knapp verpasst, konnten dieses Mal die Cardinals die Gäste kurz vor der Endzone stoppen und einen Fumble recovern. Ein ausgeglichenes Spiel ging mit einer knappen Paderborner Führung in die Halbzeit.

Die Pause schien dem Aufsteiger, der seine Führung im dritten Viertel ausbauen konnte, frischen Wind zu verleihen. Der Paderborner Darrell Lynn Tate II tankte sich durch in die Endzone der Cardinals. Wieder war der Erhöhungsversuch erfolgreich, diesmal verwandelte Hannes Darley zum 14:6 aus Sicht der Gäste. Doch nicht die Men in Blue zeigten eine Antwort, sondern die Delfine drängten im Schlussviertel auf die vermeintliche Vorentscheidung: Wie bereits im zweiten Viertel warf Traphan das Leder auf Blissenbach, der sich über außen durchsetzen konnte. Und das gleiche Schema wiederholte sich wenigen Minuten erneut zum 26:14. In der Zwischenzeit hatten die Assindia Cardinals jedoch neue Hoffnung geschöpft, waren noch einmal in Schlagdistanz gekommen: Running Back Brett Sylve trug das Ei nach einem starken Lauf über 75 Yards bis in die gegnerische Endzone zum Kickoff-Return-Touchdown. Durch die erfolgreiche Two-Point-Conversion von Alexander Jodlauk hätten die Cardinals mit dem nächsten Touchdown ausgleichen können. Doch die nächste Co-Produktion von Traphan und Blissenbach folgte und erstickte die Essener Hoffnung im Keim. Auch die Dolphins setzten zur Two-Point-Conversion an – erfolgreich verwandelt von Traphan und Blissenbach – und stellten so den alten Abstand wieder her – 28:14 für die Gäste. Spätestens durch das Field Goal von Hendrik Schröder zum 31:14 war klar, dass es für die Men in Blue an diesem Nachmittag nicht zu etwas Zählbarem reichen würde.
 
Die Stimmen zum Spiel

Bernd Janzen, Headcoach: „Wir haben als Team gut funktioniert. Das habe ich den Jungs auch gesagt und damit bin ich zufrieden. Dennoch haben wir mehr Fehler gemacht als der Gegner. Eine Teilschuld nehme ich dabei auch auf mich, weil ich den Ausfall von DC Luigi Figlia nicht so kompensieren konnte, wie ich mir das vorgestellt habe. Deswegen ziehe ich mir da den Schuh an. Nichtsdestotrotz haben wir Fehler gemacht und uns Disziplinlosigkeiten zur falschen Zeit am falschen Ort geleistet, die zu Strafen geführt und unsere Drives verlängert haben. Dann gab es ein paar Momente, in denen wir schlecht getacklet haben. Das sind Dinge, die wir dringend abstellen müssen. Trotzdem gab es auch einige Sachen, die wir gut hinbekommen haben, etwa den Kickoff-Return-Touchdown und die Passumsetzung. Auch das Laufspiel war okay und die Special Teams haben halbwegs funktioniert. Für den ersten Spieltag war das nicht so schlecht.“

Florian „Tic Tac“ Hartmann, Offense Coordinator: „Ein weiser Mann hat mal gesagt: Man spielt, wie man trainiert. Am Mittwoch hatten wir kein großartiges Training wegen der Hitze, die Freitagseinheit ist ausgefallen wegen der Sturmwarnung. Dementsprechend hatten wir eine schlechte Vorbereitung. Das Ergebnis hat man heute auf dem Feld gesehen. Ich habe Highlights gesehen, wir hatten super Plays. Wir müssen nur smarter werden, weniger Fehler machen – vor allem weniger kapitale durch Strafen. Dann sieht es ganz anders aus.“

Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Julian Lötte  - Essen Assindia Cardinals

Unsere Bildergalerien zum Spiel:
Teil #1 - ©Nick Jungnitsch 
Teil #2 - ©Oliver Jungnitsch 

 

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Solingen Paladins starten mit einer 6:38 Niederlage gegen den Lokalrivalen Langenfeld Longhorns 

#24 Moses Harris Daniel (Foto: Luis, Daniel - Insta: Luis.d4n1el)#24 Moses Harris Daniel (Foto: Luis, Daniel - Insta: Luis.d4n1el)

Vor einer großartigen Kulisse mit knapp 1000 Zuschauern starteten die Footballer der Solingen Paladins in ihre GFL 2-Saison. Weder die Solinger noch die Langenfelder wussten vor dem Anpfiff, wo sie sich selber sportlich einsortieren sollten. Zu viele Faktoren machten die Saisonvorbereitung zu einer wahren Wundertüte. Dass die Longhorns letztendlich mit einer sehr breiten Brust das Stadion verlassen würden, hätte im Vorfeld so niemand vermutet. Doch alles der Reihe nach. 

  1. Quarter
Der erste Angriff der Paladins endete nach drei kurzen Spielzügen. Schon direkt zu Beginn konnte man erahnen, dass die Longhorns mit einer sehr aggressiven Defensiv-Taktik das Spiel bestimmen und dem Solinger Angriff um Quarterback Jeremy Konzack kaum Luft zum Atmen geben wollten. Langenfeld machte es offensiv deutlich besser und überbrückte mit wenigen Spielzügen das Feld. Besonders das sehr solide Kurzpassspiel sollte den Paladins noch viel Kopfzerbrechen bereiten. So stand es nach wenigen Minuten erst 0:7 und dann kurz darauf 0:14. 

  1. Quarter
Direkt zu Beginn des 2. Quarters klopfte Langenfeld abermals an der Solinger Endzone an. Ein Pass des Longhorns-Quarterbacks schien in den Händen des Neu-Solingers Michael Sohn zu landen. Das Publikum feierte schon die gelungene Aktion, doch statt einer Interception konnte der amerikanische Receiver den Ball noch irgendwie erobern und somit das 21:0 für Langenfeld erzielen. Die Paladins fanden im weiteren Verlauf zwar immer besser ins Spiel, allerdings wurde fast jede erfolgreiche Aktion von einer bzw. mehreren gelben Flaggen der Schiedsrichter begleitet, was meist zu Raumverlust statt Raumgewinn führte. Insgesamt schienen die Flaggen bei einigen Referees an diesem Tag sehr locker zu sitzen, was zu vielen, teilweise sehr langwierigen Diskussionen führte. Negatives Highlight des Quarters war die Hinausstellung des Solinger Teamcaptains, Jan Berens, dem während einer unübersichtlichen Situation eine Tätlichkeit vorgeworfen wurde. Trotz aller Diskussionen musst Berens den Platz verlassen.So gingen die Teams mit 0:21 in die Halbzeit. 

  1. Quarter
Die zweite Halbzeit begann, wie die Erste aufgehört hatte – Langenfeld erarbeitete sich Meter um Meter und schloss den ersten Angriff mit einem langen Pass auf einen der beiden gut aufgelegten, amerikanischen Receiver ab. Das 0:28 entschied das Spiel schon wenige Minuten nach der Halbzeit. Die Solinger kämpften sich über den überragenden Runningback, Moses Harris, immer wieder an die gegnerische Endzone heran und feierten dann auch die vermeintlich ersten Punkte durch Cole Williams. Doch auch hier kam es zu einer sehr strittigen Situation – die verantwortliche Schiedsrichterin wertete den in die Endzone ausgestreckten Ball als Fumble und somit als Ballverlust, der zeitgleich zu einem Wechsel des Angriffsrechts führte. Statt des Anschluss-Touchdowns war Langenfeld wieder am Drücker. Diese ließen sich nicht lange bitten und erhöhten kurzum per Pass auf 0:35. Von den Zuschauern weiterhin unermüdlich angetrieben, kämpfte sich die Solinger Offense immer wieder nach vorne. Zählbares sprang dabei jedoch nicht heraus. Im Gegenteil, Receiver Julien Awater wurde bei einem Tackling unglücklich am Knie getroffen und musste noch während des Spiels ins Klinikum gebracht werden. Die endgültige Diagnose steht derzeit noch aus. 

  1. Quarter
Die Geschichte des 4. Quarters ist schnell erzählt. Langenfeld kam noch einmal nah an die Endzone der Paladins und erzielte per Fieldgoal das 0:38. Die Solinger wollten mit aller Gewalt auch noch Punkte auf die Anzeigetafel bringen und so war es dann Moses Harris, der seine großartige Leistung mit einem kurzen Lauf zum 6:38 belohnte. 

„Langenfeld war heute fraglos das bessere Team. Wir haben viel zu viele Fehler gemacht und uns so immer wieder aus vielversprechenden Situationen herausgebracht. Wir haben viel Arbeit vor uns.“ , sagte Michael Tiedge, der Head Coach der Paladins nach dem Spiel.  

Tim Rüttgers, Defensiv-Coach ergänzt: „Wir sind heute in allen Bereichen weit unter unseren Möglichkeiten geblieben. Das war eine verdiente Niederlage, auch wenn sie weh tut.” 

Ingo Hübner, 1. Vorsitzender, nach dem Spiel: „Mit einer Niederlage darf man nicht zufrieden sein. Besonders, wenn so viele Dinge wie heute schieflaufen. Nun müssen wir schnellstmöglich schauen, woran es gelegen hat und wie wir diese Fehler abstellen können.“

Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Ingo Hübner - Solingen Paladins 

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