Jan Kärner ist nicht nur Head Coach der Gelsenkirchen Devils

Jan Kärner

Jan Kärner beim Derby der Gelsenkirchen Devils gegen die Assindia Cardinals in 2018 (Foto: Nick Jungnitsch)

Bei Jan Kärner denkt man nicht unmittelbar an seine Trainertätigkeit bei den Devils, ich verbinde als Erstes mit ihm einen kompetenten, freundlichen und sehr fairen Berater im Fachhandel für American Football. So verwundert es nicht, dass ich bei ihm meine erste Footballausstattung gekauft habe. Jan war für längere Zeit Spieler bei den Bochum Cadets (2004 bis 2013) und ist für die Spielzeit 2014 nach Essen zu den Assindia Cardinals gewechselt. Seit dem Jahre 2015 ist er als Coach bei den Gelsenkirchen Devils tätig. Zunächst als Assistent Coach, ab 2016 als Offense Coordinator und seit Oktober 2016 ist der Head Coach der Gelsenkirchener. Heute haben wir Gelegenheit, mit ihm ein Interview zu führen.

Nick von NRW Football: Jan, bevor wir mit Fragen zu dir als Head Coach der Gelsenkirchen Devils anfangen, möchte ich die Gelegenheit nutzen und dich als Experten etwas fragen:  Welche innovativen Entwicklungen gibt es zur Zeit im Bereich des Equipments?
Jan: In den letzten Jahren haben die Hersteller viel daran gearbeitet ihre Produkte sicherer zu machen, ohne an Funktionalität und ihrer Kompaktheit einzubüßen. Dieses findet sich in den neusten Generationen der Helme und Shoulderpads wieder, was aber zu einem deutlich höheren Preis der Produkte führt. In den USA sind individuell gefertigte Helme gerade im Kommen. Hier werden über Sensoren in Helmen oder Scans des Kopfes die Innenleben der Helme auf den Kopf des Spielers angepasst. Diese Technologie wird in Europa noch auf sich warten lassen. 
Nick von NRW Football: Das klingt interessant. Kleine Anmerkung zu Helmen und den USA, du kannst in keinen Laden gehen und einen Helm kaufen, denn es gibt wohl keinen Markt dafür. Klingt verrückt, ist aber so. Man bekommt die Helme von der High School, College und dem Verein gestellt. Es ist ja auch das Mutterland des Footballs. In den letzten Jahren ist American Football hierzulande bekannter und beliebter geworden. Was kannst du den Jungs und Mädels mit auf den Weg geben worauf sie beim Kauf einer Ausrüstung achten sollten.
Jan: Der richtige Sitz des Helmes sollte eher im Vordergrund stehen, als der Hersteller der getragen wird. Weiter sollte man nicht blind im Internet bestellen und dann auf den Platz gehen, sondern mit Coaches oder Händlern sprechen, die einem beratend zur Seite stehen.
 
Jan Kärner und Nick Jungnitsch in 2015

Archivbild aus 2015: links im Bild Jan Kärner und rechts Nick Jungnitsch (Foto: Oliver Jungnitsch)

Nick von NRW Football: Stimmt, das kann ich nur bestätigen. Habt Ihr durch die Fernsehübertragungen im Verein einen größeren Zulauf von Neulingen?
Jan: In den letzten Jahren haben auch wir ein deutlich gesteigertes Interesse erfahren. Dieses Jahr hält es sich aber in Grenzen. 
 
Nick von NRW Football: Wie weit seid ihr in der Vorbereitung auf die neue Saison? Auf welche Trainingsinhalte setzt du zur Zeit den Schwerpunkt?
Jan: In den letzten Wochen stand die Installation von Plays in Offense und Defense im Vordergrund. Hier gibt es aber noch viel Arbeit zu leisten, bevor wir Anfang März ins Camp fahren, wo wir dann entscheiden, mit welchen Plays wir in die Saison gehen. Dort werden Specialteams dann auch zweiter Schwerpunkt sein. 
 
Nick von NRW Football: Plant Ihr ein Testspiel oder ein Scrimmage zur Vorbereitung? Was denkst du über Testspiele  – ist es eher Fluch oder Segen?
Jan: Wir arbeiten gerade an einem Test im April aber hier sind Ort und Gegner noch nicht bekannt. Generell sind Testspiele ein Segen um Abläufe abzurunden und Fehler zu finden. 
 
Nick von NRW Football: Du hast als Nachfolger von Markus Kiepol Ende 2016 ein schweres Erbe angetreten. 2017 habt ihr den Aufstieg in die Regionalliga geschafft. Sportlich kannst du scheinbar hier viel in Gelsenkirchen bewegen. Nach dem ersten Jahr in der Regio, was erwartest du von der neuen Saison?
Jan: In den vergangenen Jahren durfte ich mit vielen engagierten Coaches und Spielern arbeiten, was uns dann den Erfolg gebracht hat in die Regionalliga aufzusteigen. Dafür bin ich sehr dankbar! Das zweite Jahr, nach einem Aufstieg, ist immer das Schwerste! Die Qualität und die Anforderung der Liga hat hier noch einmal zugenommen und wir arbeiten immer noch daran, uns an den Standard zu gewöhnen. 
 
Nick von NRW Football:Zwei Spiele werden auch in diesem Jahr für Dich etwas besonderes sein. Als Spieler warst Du 2014 in Essen. Die Cardinals haben damals in der GFL gespielt. Wie waren die bisherigen Derbys gegen die Assindia Cardinals für Dich? 
Jan: Die Ehre mit den Cardinals in der GFL zu spielen, hatte ich leider nicht mehr. Aber es war ein tolles Jahr, an das ich mich bis heute gerne zurückerinnere! Die "Derbys" der vergangen Saison waren sehr emotional. Als Aufsteiger möchte man sich beweisen und geht das Spiel vielleicht etwas verbissener an. Für dieses Jahr haben wir uns hier vorgenommen, zwei deutlich solidere Spiele abzuliefern. 
 
Nick von NRW Football: Ihr macht im Sommer ein „Playmakers Camp“. Kannst Du uns schon verraten, wer als Coach dabei sein wird und warum es sinnvoll ist mitzumachen?
Jan: In die Planung bin ich nicht mit eingebunden, somit kann ich zu dem Staff nichts sagen. Generell ist es aber immer gut neue Einflüsse und Ideen kennen zu lernen. Hier muss man dann nur filtern, was man für sich verwenden kann und was nicht. 
 
Nick von NRW Football: Wir werden uns in der Saison bestimmt sehen, ich freue mich drauf.  Jan, vielen Dank das du dir die Zeit genommen hast und unsere Fragen beantwortet hast.
Jan: Vielen Dank für das Gespräch!

 

Stern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktiv
 

Share on

FacebookTwitter

Scrimmage: Herne Black Barons vs. Kachtenhausen White Hawks

AFC.pics

Unser Fotodienst für deinen perfekten Gameday!

Fands.pics

Father and Sohn F(and)S- ein Gemeinschaftsprojekt im Bereich Foto und Journalismus

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.