Seniors

Vereine

Verband

Juniors

Specials

Ladies & Cheerleading


NRW Football

Es war von uns gut gedacht, aber man wollte euch und uns täuschen!

NRW Football 0001 2018 04 07OJS 1406

Aufgrund der guten Resonanz zu unserer ersten Umfrage, von welchem Spiel wir berichten sollen, haben wir eine zweite Umfrage gestartet.  Zufällig haben wir uns gestern die Ergebnisse genauer angesehen und festgestellt, dass es mindestens einer geschafft hat, das System zu „überlisten“.  Diese Person hat im Sekundenabstand Stimmen abgegeben (Vorgabe war 2 oder 24 Stunden). Wir werden mit dem Hersteller des Umfragetools Kontakt aufnehmen. 

Heute werden wir die Abstimmungen noch genauer unter die „Lupe nehmen“. Was wir aber sagen können, es wird nicht vom Spiel aus Dortmund berichtet, denn hier haben massive Manipulationen stattgefunden. Es tut uns für die Giants und Chargers sehr leid!

Sollte diesen Text diese Person(en) lesen, der/die die Umfrage manipuliert hat/haben, haben wir ein Zitat von Gollum (Herr der Ringe): „Hau ab und komm nie wieder!“

 

Update: 

Der/ die (… hier bitte ein beliebiges Schimpfwort einfügen) hat sich bei uns gemeldet. Wie häufig bei gestörten Personen fehlt auch hier das Schuldbewusstsein. Vielleicht muss diese(r)  (… hier bitte ein beliebiges Schimpfwort einfügen) auch etwas kompensieren. Wir wünschen dem/ der  (… hier bitte ein beliebiges Schimpfwort einfügen) etwas Hirn, Herz und Verantwortungsbewusstsein und (… hier bitte einen beliebigen Fluch einsetzen)! Zur Klarstellung: die beiden Vereine trifft keine Schuld. Auch sind bisher keine Unregelmäßigkeiten bei den anderen Spielen erkennbar.  

Nick und Oliver von NRW Football

Bewertung: 5 / 5

Stern aktivStern aktivStern aktivStern aktivStern aktiv

Mit Dirk Pech haben wir über die Dorsten Reapers gesprochen: Wie sie entstanden sind, was sie kurz- und mittelfristig planen, wie sie zum heutigen Head Coach gekommen sind und vieles mehr.

1. Vorsitzender der Dorsten Reapers - Pech Dirk (Foto: Tom Heidepeter)

Für die Dorsten Reapers ist das Einzugsgebiet recht groß, da hier viele Orte angrenzen. Die Abstände sind jedoch riesig. Insgesamt war Dorsten früher eher ländlich geprägt und hier gab es einen der ersten Ikea Läden weit und breit - Zeiten ändern sich! In den 1990 Jahren gab es schon einmal einen American Footballverein:  den 1. AFC Dorsten Braves e. V.. Sie wurden 1992 von dem US-Amerikaner Paul Roy und Markus Spangenberg gegründet. Bei den „Braves“ war Markus zeitweise Head Coach, wie auch ein gewisser Herr Peter Springwald (heute Präsident des AFCVNRW). Highlight war 1996 der Aufstieg gegen die Oberhausen Orcas (59:00) in die Verbandsliga. Der Verein löste sich jedoch vor rund 20 Jahren auf. Die Reapers begannen am 25.09.20217 mit dem ersten Training (Beitrag verlinkt). Zunächst waren sie ein Unterverein des SuS GW Barkenberg e.V., ab dem 01.01.2020 ist es ein eigenständiger Verein. 

Dirk erwischen wir auf dem Rückweg vom Mannschaftsarzt, über den die Dorsten Reapers am Anfang dieser Woche das restliche Team haben impfen lassen. Dirk bringt uns schnell die noch kurze Geschichte der Reapers bei. So verrät er uns, dass der Verein fast schon aufgegeben hätte, da es im ländlichen Bereich verständlicher weise Anlaufschwierigkeiten gab. Hier erinnert er sich gerne an die Hilfe der Black Barons in Person von Kai-Uwe Weitz zurück, der den Dorstenern im Jugendbereich eine Kooperation angeboten hatte. Dirk erinnert sich: „2019 haben wir im Jugendbereich mit den Herner Black Barons eine Spielgemeinschaft gegründet. Zu der Zeit schalteten wir auch das erste Mal andere Werbung als der ansonsten üblichen. Keine Präsentation mit Flyern, sondern wir haben bei uns in Lembeck auf den Tiermarkt gestellt. Dieser Tiermarkt ist sehr gut besucht, denn es kommen meist 5.000 bis 10.000 Leute - und das von überall her. Da haben wir einen Stand unterhalten. Unsere U13 hat zu der Zeit ein Spiel in Gelsenkirchen gehabt und wir haben es Live auf einem großen Fernseher übertragen. Und? Wir hatten eine Menschentraube vor unserem Stand, die das Spiel sehen wollten. Das Jugendtraining war einen Tag später und was soll ich sagen, wir hatten 12 neue Kinder da.“

Hiernach ist Dirk die große Aktion angegangen: einen ehemaligen HC und ein Gründungsmitglied der „Braves“ als Head Coach zu verpflichten. So fragte Dirk, was er denn machen müsste, damit Markus den Posten übernimmt.  Dirk berichtet: „Spangi sagte, er wolle 34 Spielerpässe sehen. Ich sagte dann, alles klar: wir haben einen Deal!“ Es dauerte noch bis 2019 und es war viel Arbeit und Klinkenputzen notwendig. Dirk erzählt weiter: “Im Oktober hatte ich dann alle 34 Stück zusammen und habe alle Pässe auf den Tisch gelegt und fotografiert. Das habe ich ihm wortlos rübergeschickt und beim nächsten Training war er dann da.“ 

In der Folge lief es noch nicht so gut im Herrenteam, denn als die Dorsten Reapers dieses Team für den Ligabetrieb angemeldet hatte und die ersten Testspiele absolvieren wollte, kam Corona. Auf unsere Frage, was denn seit der Verpflichtung des Head Coaches die Ziele geworden seien, antwortet Dirk so: „Unser erstes Ziel haben wir geschafft. Wir wollen im ersten Jahr alle möglichst ohne Knochenbruch durch die Saison bekommen.  Im zweiten Jahr ist ganz klar das Ziel: der Aufstieg.“ Auf längere Sicht will man sich im Herrenbereich in der Ober- oder Regionalliga etablieren. Dirk ist klar, dass das von vielen Dingen abhängig ist, aber man muss ja Ziele haben. Wichtiger als Aufstiege ist es, dass das Team als solches gesehen und wahrgenommen wird. Wer hier spielt, soll es auch möglichst ein ganzes Spielerleben machen. Dafür setzt sich Dirk besonders ein. So gibt es einen Spieler, der zwar noch kein Spiel für die Reapers gemacht, es gab ja noch keins, aber er hat sich das Logo tätowiert.

Wie gut die Dorsten Reapers sich auf die erste Spielzeit vorbereitet haben, werden wir uns am 24.07.2021 anschauen. Hier ist ein Testspiel gegen die Brilon Lumberjacks angesetzt. Die Gamedays nach Corona plant man dort wie ein Volksfest und möglichst nach amerikanischem Vorbild. Es werden Attraktionen für die Kleinen organisiert und ein professionelles Catering angeboten, bei dem speziell für die Dorsten Reapers Burger kreiert wurden. Selbstverständlich sind die Produkte hierfür aus der unmittelbaren Umgebung.

Im Vorgespräch fiel von Dirk die Formulierung: „Wir sind ein GFL Club in der 7. Liga“. Es war zwar mit einem Lächeln gemeint, aber er erklärt es so: „Alle Trainer, die in der jüngsten Zeit zu uns gekommen sind und sich unser Equipment angeschaut haben, waren begeistert. Wir haben auf den Tackle DONUTs und Step Over überall unser Logo drauf, als Wiedererkennungswert.“ Weiter geht es mit einer eigenen Anlage, die im Gespräch ist, einem Mannschaftsbus mit Logo, aber auch so Dinge wie das professionelle Logo des Vereins. 

Die Dorsten Reapers sind immer auf der Suche nach neuen Spielern, dabei ist es egal, ob es fertige Spieler oder Anfänger sind, hier ist jeder gerne gesehen. Hier wird den Spielern eine gute Ausbildung angeboten, mit der sie sich weiterentwickeln können. Wer sich also für die Reapers interessiert und sich einen eigenen Eindruck verschaffen will, kann es über die Internetseite (Link) machen. Sie bieten für die Jugend ein U13 und U16 Mannschaft und ein Herrenteam an. Es gab auch schon viele Damen, die den Sport bei ihnen ausüben wollten, jedoch muss dies noch verschoben werden (Trainingszeiten – Link). 

Oliver Jungnitsch von NRW Football sprach mit Dirk Pech von den Dorsten Reapers

 

 

Bewertung: 5 / 5

Stern aktivStern aktivStern aktivStern aktivStern aktiv

Mit Alexander Gonschor von den Minden Wolves sprachen wir unter anderem über O-Liner und die mangelnde Wertschätzung ihnen gegenüber, hudl und seinen Vorzügen und warum Angeln eine gute Ergänzung zum Football ist.

Alexander Gonschor (rechts) beim Training mit dem ehemaligen Head Coach der Minden Wolves Thomas Bonk (Foto: Volker Krusche - Minden Wolves)Alexander Gonschor (rechts) beim Training mit dem ehemaligen Head Coach der Minden Wolves Thomas Bonk (Foto: Volker Krusche - Minden Wolves)

Alexander ist in Cuxhaven (Niedersachsen) geboren. Von 2006 bis 2013 war er O-Liner bei den Schaumburg Rangers in Niedersachen. Nach einer Pause und einem Ausflug in eine andere Sportart, bei der ordentliches Gewicht verlor, wechselte er auf die Position des Linebackers. Hier spielte er 2016 und 2017 auch bei den Rangers.  Seit 2019 coacht Alexander bei den Herren der Minden Wolves die O-Line. In diesem Jahr kam noch die U19 dazu. Hier ist er Offensive Coordinator

Unsere erste Frage an Alexander war, wie er überhaupt zum Football gekommen ist. Hier ist seine Antwort: „Das ist eine Side Story. Du hast ja schon mitbekommen, dass ich das Angel mag. Im Jahr 2006 habe ich für das Angeln meinen Sportbootführerschein gemacht. Dabei habe ich jemanden kennengelernt, der bei den Schaumburg Rangers gespielt hat. Er hat mich mit zum Training genommen und seitdem bin ich von dem Sport angefixt.“ Auf meine Anmerkung, dass diese beiden Sportarten für mich so gar nichts miteinander zu tun haben, sagte Alexander: „Der Reiz liegt in der Unterschiedlichkeit der Sportarten. Wenn du dich im Training ausgepowert hast oder was nicht so toll beim Football geklappt hat, dann hast du dadurch die Möglichkeit dich ans Wasser zu setzen und Ruhe einkehren zu lassen. Da kannst du dir auch mal ein paar NFL-Profis anschauen, die gerne Angeln gehen, so auch Aaron Rogers.“ 

Alexander begann erst mit 20 Jahren Football bei den Schaumburg Rangers zu spielen und erklärt es so: „Zu der Zeit gab es Tageszeitungen und da war das Thema nicht so präsent. Werbung gab es auch nicht. Auch waren die Sozialen Medien noch nicht so weit. Das hat lange gedauert, bis der Sport mich gefunden hat.“ Bei dem Lebenslauf gibt es bei ihm eine Lücke und einen Wechsel der Position, daher wollten wir wissen, wie es dazu kam. Alexander antwortete so: „In meinem Sabbatjahr habe ich auf Kraft-Ausdauer gesetzt und habe dementsprechend die Pfunde purzeln lassen. Hier habe ich für den „Strongman Tough Mudder“ Lauf (Anmerkung: das ist ein Hindernislauf) trainiert.  Da hatte ich einfach Bock drauf! Da ich schon immer einmal Linebacker spielen wollte, habe ich dann gewechselt. Es macht auch Spaß, aber auf eine andere Art und Weise. Aber ich habe schnell festgestellt, dass mir die Offense besser gefällt und ich mich darauf konzentrieren möchte.“

Große Unterschiede im Leistungsbereich der beiden Bundesländer sieht er nicht. Was er aber in NRW besser sieht, ist die Förderung der Jugendteams. Hier macht insbesondere die GreenMachine eine gute Arbeit. Auch sind einige Vereine sehr stark bei dem Aufbau und Förderung der Jugendteams. Hier nennt er Paderborn Dolphins und Cologne Crocodiles. Sehr beeindruckt war Alexander von der Leistung der GreenMachine im Jahr 2019, denn er war Zuschauer des Jugendländerturniers in Oldenburg.  

Alexander Gonschor mit seiner Einheit, den O-Linern von den Minden Wolves (Foto: Volker Krusche - Minden Wolves)Alexander Gonschor mit seiner Einheit, den O-Linern von den Minden Wolves (Foto: Volker Krusche - Minden Wolves)

Nach seiner aktiven Karriere zog es ihn nach Minden zu den Wolves. Hier ist er auch wieder in seiner Unit, der Offense, zu Hause. Meine nächste Frage war: „Alexander, man sagt immer, dass die O-Liner besonders intelligente Menschen sind. Change my mind!“ Alexander muss lachen und antwortet: „Die O-Liner sind es und das muss auch so sein. Sie müssen jede Defense lesen, jede Blockart beherrschen. Dazu gehört bei ihnen nicht nur das spielerische Können, sondern auch die Athletik. Ich sage immer, auch meinen Jungs, wer nur zweimal in der Woche das Training besucht, ist auf der Position falsch. Da es ein sehr athletischer Sport ist, sind die O-Liner besonders gefordert. Ansonsten ist man besonders verletzungsanfällig. Die O-Liner müssen, genauso wie der Quarterback die Box lesen. Wenn man da nicht weiß, was passieren kann, dann hast du schnell das Spiel verloren. Die O-Line ist schon besonders, auf ihre Art und Weise. Jeder von ihnen hat seine Art von Beschützerinstinkt.“ Die O-Line ist immer etwas außerhalb der Aufmerksamkeit beim Zuschauer. Für sie gibt es keine nennenswerte Statistik (TD, IC, Tackle oder Position beim Fantasy Football usw.). Die Anerkennung für ihre Leistung muss daher vom eigenen Team kommen, sagt uns Alexander. So sollte der Quarterback und der Runningback sie für besonders gute Blocks loben. Bei Alexander funktionierte es in seiner aktiven Zeit, so haben ihn seine Quarterbacks Hannes Holthöfer und Lars-Erik Brase ihn für gute Aktionen gelobt. Wir beide waren uns einig: Da ist noch Luft nach oben und wir wollen mehr auf gute Aktionen der O-Liner achten und diese herausstellen. So kann jeder sagen, wer der Quarterback des Gewinners des letzten Super Bowls war. Wer aber kann einen oder mehrere O-liner von den Bucs im Super Bowl nennen? *Auflösung unten im Text 

Alexander berichtete uns außerdem, dass es nach den sieben Monaten bei den Minden Wolves bald wieder mit dem Trainingsbetrieb los geht. In Minden bereitet man sich in den Jugend- und Herrenteams auf eine mögliche Saison vor. Sollte es keinen Ligabetrieb geben, dann werden die Minden Wolves das eine oder andere Freundschaftsspiel absolvieren. Da die Wolves erst in Jahre 2018 gegründet wurden und im folgenden Jahr den Aufbau vollzogen haben, sollte 2020 die erste richtige Spielzeit beginnen. Durch Corona wurde es auf dieses Jahr verschoben. Laut Alexander ist das zwar ärgerlich, aber dadurch ist die Vorfreude auf die erste Saison noch größer geworden. In der Phase des Lockdowns gab es Online-Meetings bzw. Online-Trainings. Dabei ist Alexander der Ansicht, dass das nur über einen kurzen Zeitraum sinnvoll sei. Eine Zeitspanne von sieben Monaten ist definitiv zu lang und er und seine Jungs freuen sich auf das erste richtige Training.

 In der Zwischenzeit arbeitete man im Verein an einer Wertekultur und Teamzielen. Unter der Wertkultur muss man sich Dinge wie Ehrlichkeit oder Pünktlichkeit vorstellen. Obwohl Alexander freigestelltes Betriebsratsmitglied ist, war es nicht seine Idee. Durch ein Mitglied, das auch bei Helden e.V. aktiv ist, kam es dazu. Helden e.V. will ein sinnvolles und nachhaltiges Workshop Angebot gegen (Cyber-)Mobbing und Rassismus schaffen. Dieses Grundgerüst wurde in die Wertekultur mit eingebunden. Das ist aber nicht in Stein gemeißelt, so sagt Alexander: „Darauf wollen wir abbauen und die Wertekultur immer weiter vorantreiben. Ziel ist es, ein noch stärkeres Team zu werden.“ Dies ist auch ein gutes Mittel, um Spieler an den Verein zu binden. Auch neu ist eine Footballserie mit dem Namen: „Four Quarters“. Sie ist im monatlichen Rhythmus geplant und in vier Teile aufgeteilt, wie ein Spiel. Hier erzählt jeder seine einzelne Footballgeschichte. Als erstes geht es darum, wie man zum Football gefunden hat. Im zweiten Quarter geht es um die „Football Education“, also wie man das Footballspielen gelernt hat. Das dritte Quarter beschreibt die aktive Karriere des einzelnen. Im letzten Quarter es um die Zukunft, was nach der aktiven Laufbahn folgen soll. Alexander legt sie jedem ans Herz (Link).

Zusätzlich haben die Wolves eine Leistungsdiagnostik gemacht (wir berichteten – Link). Damit wird eine Basis für den Aufbau gelegt und ggf. werden auch gesundheitliche Probleme aufgedeckt. Teilweise wird diese Leistung von den Krankenkassen übernommen. Selbst hierbei gab es einen sportlichen Wettbewerb, bei dem sich die Spieler überbieten wollten. 

In seinem Lebenslauf gibt Alexander als Skill das Programm „hudl“ an. Wir wollten daher von ihm wissen, warum man es nutzen sollte und wo für die Vereine der Mehrwert ist. Hier ist seine Antwort: „Ich habe die Aufgabe von unserem ehemaligen Head Coach übernommen. Jetzt bin ich der Meinung, dass jedes Team, was sich das leisten kann, es sich auch kaufen sollte. Hier kannst du eine gute Library anlegen, die gerade von neuen Spielern oder Rookies gut genutzt werden kann. Mit hudl kannst du genau aufzeigen: Das ist das System, was wir spielen. Hier ist auch das Playbook verlinkt. Zusätzlich kannst du Drills anschauen. Die Möglichkeiten sind sehr vielfältig. Wir filmen die Trainingseinheiten und ich sage dir, die Leute sind heiß darauf, das zu sehen. Nach dem Filmen ist jedoch die Arbeit nicht zu Ende, denn nach dem Dreh muss alles beschriftet werden. Das dauert meist genauso lang wie das eigentliche Training. Der Mehrwert von hudl ist auch, dass die Spieler auf ihre Fehler achten und sich verbessern. Auch können sie so besser das Spielsystem erlernen. Die Coaches können mit den Spielern passgenau an der Verbesserung arbeiten. In diesem Jahre werde ich mein Wissen auch der GreenMachine zur Verfügung stellen. Bei den Camps und dem Jugendländerturnier werde ich filmen. Was nicht nur für die jungen Spieler interessant ist: Mit hudl kannst du dir schnell deine eigenen Highlight Videos erstellen.“ 

Bei den Wolves möchte man sofort zu Beginn professionell arbeiten, daher hat man sofort zu Beginn auf die Einbindung von hudl gesetzt. Der Verein möchte gerne auch mindestens einmal aufsteigen, soweit es das Herrenteam betrifft. Bei der U19 ist Alexander Offensive Coordinator und hier hat man eine Spielgemeinschaft mit Kachtenhausen White Hawks gebildet. Sie starten im 9er Tackle. Auch für die U16 gibt es diese Spielgemeinschaft, sie starten im 5er Tackle. Bei seiner Arbeit als Coach sieht es Alexander als Vorteil an, als Betriebsrat tätig zu sein. Er sagt: „Gerade die Rhetorik hilft bei der Aufgabe. Es bringt nicht, wenn du den Brüllaffen machst. Auch bin ich eher der etwas ruhigere Coach. Aber vorsichtig, ich kann auch auf den Tisch hauen. Das können dir die O-Liner bestätigen.“ 

Bei den Minden Wolves ist man noch auf der Suche nach Coaches. Besonders im Jugendbereich werden sie gesucht. Bei den Herren ist die Position des Head Coaches nicht besetzt. Wenn du dich angesprochen fühlst, dann melde dich unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Oliver Jungnitsch von NRW Football war im Gespräch mit Alexander Gonschor von den Minden Wolves

* Starting O-Line der Tampa Bay Buccaneers:  D.Smith (LT), Marpet (LG), Jensen (C), Stinnie (RG) und Wirfs (RT)

 

 

Bewertung: 5 / 5

Stern aktivStern aktivStern aktivStern aktivStern aktiv

Christian ‘Happy‘ Fröhlich macht seinem Namen alle Ehre, obwohl es ihm bei dem Aufbau des ASC Phoenix e.V. nicht leicht gemacht wurde. In einer Gegend, in der um 20:00 Uhr der letzte Bus fährt und die nächste Autobahn 30 Minuten entfernt ist, hat er es dennoch geschafft, einen Footballverein zu erhalten. Von seinen Ideen, guten Aktionen und Visionen wollen wir berichten. 

 Christian Fröhlich vom ASC Phoenix e.V. steht jedes Jahr vor neuen Herausforderungen (Foto: Martin Mary)Christian Fröhlich vom ASC Phoenix e.V. steht im jeden Jahr vor neuen Herausforderungen (Foto: Martin Marny)

Christian ist in Remscheid aufgewachsen und hat dort auch das Footballspielen erlernt. Mit 14 Jahren startete er als Corner Back bei den Bergischen Löwen (Remscheid). Fast hätte seine damals noch junge Karriere ein schnelles Ende gefunden. Verantwortlich wäre dann sein Gegenspieler im ersten Spiel geworden. Christian erinnert sich: „Ich hatte zum ersten Mal die Ausrüstung an und es ging in der Leistungsjugendliga gegen die Panther. Ich hatte einen weit älteren Gegenspieler vor mir und mein Helm war gefühlt fünf Nummer zu groß. Zu Beginn habe ich fürchterlich einen auf den Sack bekommen und wollte sofort mit dem Football wieder aufhören. Noch auf der Bank hat es eine Betreuerin mitbekommen und hat sich rührend um mich gekümmert. Dann bin ich auch wieder auf’s Feld gegangen und habe meinen Sport gefunden.“ Bei den Löwen blieb er, bis sie sich auflösten und er wechselte zu den Hammer Bandits. Dort  spielte Christian später in der Herrenmannschaft. Nach der Gründung des Remscheids Amboss wechselte er dorthin. Aus privaten Gründen legte er eine längere Pause ein und kam zufällig 2011 wieder zum Football. Christian beschreibt es so: „2011 hat mich eine Kollegin angerufen und mich gefragt, ob ich etwas mit den Footballern zu tun hätte, die hier in Wipperfürth trainieren. Meine erste Reaktion war: das kann nicht sein! Ich habe dann recherchiert und herausgefunden, dass über einen Sozialarbeiter der Jugendliche betreute, sich eine Truppe gebildet hatte, die American Football spielte. Die Jungs waren so 16 bis 17 Jahren alt. Denen habe ich mich als Trainer angeschlossen und später wurde ich die Jungs nicht mehr los.“ In den ersten Jahren baute Christian den Verein auf und im zweiten Jahr absolvierten sie Freundschaftsspiele. Gegner waren die Wuppertal Greyhounds und die Limburg Mustangs. Ab dem dritten Jahr stiegen die Phoenix-Footballer in den Ligabetrieb ein. 2016 wurde es sehr turbulent, denn der Hauptverein, der TSV Hämmern, schloss kurzerhand die American Football-Abteilung. Im Anschluss gründeten Christian Fröhlich und acht weiteren Mitglieder einen neuen Verein, den ASC Phoenix e.V. mit Sitz zunächst in Wipperfürth, später in Hückeswagen. 

Den Verein gibt es seit 10 Jahren und jedes Jahr stehen sie wieder vor dem gleichen Problem. Christian sagt: „In unserem 10jährigen Werdegang ergibt sich immer wieder das gleiche Problem von Saison zu Saison: wir müssen uns jedes Jahr neu erfinden. Das heißt die Jungs, die zu uns kommen, die spielen bei uns so ein bis zwei Jahre. Dann sind mit der Schule oder Ausbildung fertig oder begingen ein Studium und gehen in die Ballungszentren. Das betrifft rund 60 bis 70 % von unserem Kader. Das ist mit einer Einwohnerzahl von 20.000 Leuten problematisch. Ich nenne es: Leben am Limit! Wir kämpfen jedes Jahr mit den Mindestpasszahlen im Laufe einer Saison.“ Auch bei der Jugend ist es nicht einfach. Sie trainieren mit allen zusammen und haben auch schon Spielgemeinschaften ausprobiert, aber die Wege sind weit. Die Jugendlichen sind auf ihre Eltern angewiesen, denn es ist nicht ungewöhnlich, dass Busse in die Nachbarorte nur bis 20:00 Uhr fahren. Somit ist man beim Phoenix noch im Aufbau der Jugendabteilung. Damit der ASC Phoenix e.V. zukünftig besser planen kann, kam Christian auf die Idee einen weiteren Verein oder separaten Charter zu gründen. Der zweite Verein fand sich in Gummersbach zusammen. So können sie auf zwei verschiedenen Plätzen in der Woche trainieren und haben damit zwei Trainingstage erhalten. Durch diese Expansion war es auch möglich, eine eigene Cheerleading Abteilung aufzumachen. Damit nicht genug, denn ein weiterer Charter wird in Bergisch Gladbach erfolgen. Durch diese Verteilung erweitert sich das Einzugsgebiet von ursprünglich 20.000 Einwohnern enorm, birgt jedoch für die Trainer eine logistische Herausforderung, wenn man an das Trainingsequipment denkt.

In der Coronapause arbeitete Christian im Hintergrund an einer Erweiterung im Verein, die mit seiner Frau Anna Fröhlich im Zusammenhang steht. Seit dem letzten Jahr bietet Anna unteranderem „Buggy Fit“ Kurse an. Das Kursangebot weitete sich immer mehr aus und wurde zunächst in einem eigenen Verein angeboten. Es wird jedoch eine Fusion des Ohana Familienbildung e.V. und des ASC Phoenix e.V. erfolgen. Der Begriff „Ohana“ heißt so viel wie Familie oder Familienseele und kommt aus der hawaiianischen Kultur (weitere Informationen sind hier verlinkt - https://ohana.nrw).

Wie groß und problematisch die Entfernungen auf dem „Land“ sein können, haben Anfang des Jahres die Impflinge besonders gemerkt. Hier hat der Verein eine großartige Aktion ins Leben gerufen. Mich interessierte, wie es dazu gekommen ist. Hier ist seine Antwort: „Im Januar hatte ich ein wenig Zeit und habe mich mit dem Thema „Corona“ intensiver auseinandergesetzt. Da habe ich die Impfmeldung im Fernsehen mitbekommen, wie es losgehen soll und wer zuerst dran ist. Die Impfung sollen im Impfzentrum erfolgen. Dies ist hier ein Problem aufgrund der Entfernungen. Wir als Verein wollten helfen. Mein erstes Gespräch war mit einer 94-jährigen Dame, die einen Termin bekommen hatte. Ihre Tochter wohnt in Heidelberg und konnte nicht die Fahrt übernehmen. Die 94-jährige Frau hatte sich aus Angst über ein Jahr zu Hause „eingeschlossen“. Die Frau sollte laut Aussage aller, in den Bus steigen und zum Impfzentrum fahren. Taxen gibt es hier kaum, auch hätte diese Fahrt privat gezahlt werden müssen. Ihre Fahrtdauer schätze ich auf 45 Minuten für eine Strecke. Mit Wartezeit vor Ort bis du schon sicherlich über 150 EUR los. Köln hatte die Taxifahrten bezahlt, da dort die Infrastruktur eine andere ist. Hier war es nicht möglich. Nach vielen Anläufen und Überlegungen, bliebt am Ende nur die Möglichkeit es über Nachbarschaftshilfe abzubilden. Wir haben dann die Personen privat gefahren, es zählt offiziell als Freundschaftsdienst. Insgesamt haben wir 35 Fahrer zusammenbekommen, die sich bereit erklärt haben, ehrenamtlich und privat die Fahrten auszuführen. So haben wir knapp 80 Fahrten machen können.“   

Für dieses Jahr plant man beim ASC Phoenix e.V. nicht so weit in das Jahr hinein. Christian freut sich auf die erste richtige Einheit auf dem Footballplatz und möchte erst dann den weiteren Verlauf planen. Hier sieht er auch als erstes seine große Verantwortung, die er für viele Vereinsmitglieder hat. Christian will die Gesundheit derer nicht leichtfertig gefährden. Unterstützt wird Happy seit einem Jahr von seinem alten Freund und besonderem Kenner der Materie: Cevin Conrad. Bei dem ASC Phoenix e.V. wird er hauptsächlich als Mentor tätig sein. Dabei wird Cevin die Coaches in ihrer Arbeit unterstützen und noch mehr Professionalität in den Verein bringen. Er wird seine Erfahrungen vermitteln in den Bereichen: Vereinsentwicklung, Management und Spielsysteme. Wer Cevin kennt, der weiss, dass er sich auch in das Coaching der Spieler einbringen wird. Christian möchte mit ihm den Verein auf ein höheres Level bringen und sagt: „Cevin hat das verstanden und sieht in uns etwas wirklich Gutes und arbeitet an den Visionen, die wir mit dem Verein haben. Er geht mit großem Engagement an die Sache, wartet aber auch auf die Lockerungen im Training. Auch dem Trainingsablauf hat er schon seinen persönlichen Stempel aufgedrückt. Wir wollen ihn noch weiter in den Verein einbinden und wollen ihn sehr gerne bei uns behalten.“

Oliver Jungnitsch von NRW Football sprach mit Christian Fröhlich vom ASC Phoenix e.V.

Bewertung: 5 / 5

Stern aktivStern aktivStern aktivStern aktivStern aktiv

Mit dem Hall of Fame Mitglied der Troisdorf Jets – Stephan 'Butch' Pohl sprachen wir über seinen Podcast, warum man Kicker wird, seine Aufbauarbeit bei den Jets, die Glücksgefühle eines U10 Coaches und Trey Lance, den er persönlich getroffen hat. 

Stephan Pohl hat die U10 und U13 der Troisdorf Jets ins Leben gerufen. Heute ist der dort nur noch Gast Coach (Foto: Andreas Heinen).Stephan Pohl hat die U10 und U13 der Troisdorf Jets ins Leben gerufen. Heute ist der dort nur noch Gastcoach (Foto: Andreas Heinen).

Butch Pohl macht mit Udo Volberg einen Podcast über American Football. Die Beiden haben am 14.05.2021 bereits die 20. Folge online (Link) gestellt. Fun Fact: Udo war mal der Azubi von Butch, denn er ist Fleischermeister. Auch hat Butch Udo zum Football gebracht. Sie sind aber auch außerhalb des Footballs gute Freunde und so war Udo der Trauzeuge von Butch. 

Butch verrät uns, dass Udo Volberg der Erfinder es Parkplatzbieres ist, das Bier nach dem Training der Prospects auf dem Parkplatz. Butch baute im Jahre 2015 die 2. Mannschaft der Troisdorfer auf, die Troisdorf Jets Prospects. Er war zunächst der Head Coach der Mannschaft, gab jedoch das Amt an Udo Volberg ab. Dieses Muster vollzog sich bei dem Neuaufbau der U13 und U10 erneut. Heute ist Udo HEAD COACH der U13 und U10. Butch macht „nur“ noch den Podcast „Jets Footballshow“. Gelegentlich ist Butch bei der U10/U13 Gastcoach. 

Der Podcast ist eher zufällig entstanden. Sie machen es über „zoom“, dabei gibt es keinerlei Vorgaben. Butch und Udo labern einfach drauf los und es entsteht eine unterhaltsame und kurzweile Sendung. Seit der dritten Folge gibt es jeweils einen Gast in der Sendung, der einen Bezug zu den Jets hat. Alle Folgen des Jets Football Podcasts findet ihr auch bei Apple Podcasts, Podimo und Deezer. 

Bei den Troisdorf Jets ist es wie fast überall: Stillstand im Trainingsbetrieb. Einen kleinen Hoffnungsschimmer gibt es, denn Butch erzählt: „Da ist frisch eine Meldung hineingekommen, dass die U10 in der nächsten Woche wieder mit dem Training beginnen darf. Die Größeren können in Zweiergruppen etwas machen. Es geht langsam ein bisschen bergauf! Wenn ich einen Ausblick wage, dann denke ich, dass wir drei Freundschaftsspiele bei den Herren machen können.“ Besonders schade sieht Butch die jetzige Situation für die Jugendmannschaften. Hier greift er sich die U13 der Jets heraus und sagt: „Bei meiner U13 haben wir im letzten Jahr zwar ein paar Freundschaftsspiele gemacht. Das war für die Jungs und mich auch so eine Art „Liga“. Dabei haben wir zwei Spiele gewonnen und eins verloren, das war schon okay. Diesen Spielern fehlt mittlerweile das zwei Jahr komplett. Wenn jetzt der Wechsel in die U16 erfolgt, das wird eine Herausforderung für diese Jungs.“

Butch hat bei den Troisdorfern schon drei Male einen Mannschaftsteil neuaufgebaut, daher wollte ich wissen, ob es ein Hobby von ihm ist oder wie es dazu kam. Hier ist seine Antwort: „Das ist einfach so gekommen. Nach einer kleinen Pause von mir gab es im Verein Überlegungen in Richtung Aufbau der Prospects. Das wollte ich gerne machen. Die Prospects haben sich von Beginn an gut entwickelt. Hierbei war der Grundgedanke, die A-Jugend Spieler in den Prospects aufzufangen. Das ist in den ersten fünf Jahren aber nicht passiert. Es war eher die Mannschaft für die neuen Spieler.“ Sie bildet jetzt eher das Bindeglied zur ersten Mannschaft. Als nächstes nahm sich Butch die U13 und U10 vor. „Die hatten noch drei Mann in der U13 und zwei U10er. Die Trainer sind hoch in die U16 gegangen oder haben mit dem Coaching aufgehört. Ich dachte mir, okay: ich mache das schon. Nach zwei Wochen dachte ich mir, was hast du dir da nur angetan! Zu den Jungs kamen noch 10 Neue, das war erstmal ein Hühnerhaufen. Wir haben in den Teams einen riesigen Zulauf bekommen und alles funktionierte dann. Hier bin ich von Udo Volberg unterstützt worden, da auch sein Sohn hier spielt. Das wurde nach und nach ein riesiger Trupp und wir haben ihn in die U10 und U13 geteilt.“

Butch hat selbst mit dem American Football Anfang der Achtziger Jahren begonnen. Hier kam er auch zu seinem Spitznamen „Butch“. In seinem ersten Team waren vier „Stefans“ und einer aus dem Team sagte, du bist jetzt der Butcher, der Butch. Den, der ihm den Namen verpasst hat, traf Butch nach 38 Jahren wieder und ist heute sein Zahnarzt. Butch muss lachen, als ich ihn frage, wie man freiwillig Kicker und Punter werden kann und antwortet: „Wenn man es kann! Ich bin ehemaliger Fußballer und habe in der Jugend damit angefangen. Das habe ich bis zum 20 Lebensjahr gemacht und mit 22 Jahren mit dem Football begonnen. Na gut, einer muss halt schießen und ich konnte es. Zum Ende meiner Karriere habe ich das dann nur noch gemacht. 1995 habe 13 Fieldgoals hintereinander getroffen. Damit war ich ein großer Baustein der Offense.“ In einem Fußballland wie Deutschland sollte man meinen, es gibt hier die besten Kicker. Im College Football wird diese Position eher von den Australiern besetzt. Daher frage ich: „Erkläre mir bitte als Laien den Unterschied zwischen einem Kicker und einem Fußballer. Ist das technisch so weit auseinander?“ Nach einer Pause antwortet Butch: „Nein, ich würde mal sagen. Beim Fieldgoal und dem Extrapunkt sind dieselben Bewegungen. Der Ablauf ist immer gleich, klar musst du ab der 40-Yardline eine Schippe draufpacken. Das war ein Automatismus, der musste einfach sitzen: Die Abstände und die Schritte. Dann ist es nicht anderes als ein Torabschlag. Die Torhüter schreiten ihre Schritte nicht ab, die machen das so irgendwie. Bei uns muss das richtig passen. Aber das ist für einen Fußballer nichts besonders, außer dass der Ball nach oben gehen muss. Es ist aber schon komisch, dass es im College oder in der NFL keine deutschen Kicker gibt.“

Bereits 1995 und 1996 war Butch Gast Coach an der North Dakota State University (NDSU). Das wiederholte er im Jahr 2019. Wir wollten wissen, wie das zustande kam und mit welchen Eindrücken er jeweils zurückkam. Butch beschreibt es so: „Das war wieder einmal Zufall. Meine erste Ausrüstung habe ich über einen Metzger bekommen. Er stammte aus einer Bonner Familie stammte, die sehr erfolgreich gerungen haben. Es waren drei Brüder und sie waren in der deutschen Ringernationalmannschaft. Franz, der Metzger, war auch bei einer Olympiade. Hier hat Franz den Fotografen Michael Miller kennengelernt, der auch Professor an der Uni ist. Über diese Beiden habe ich dann auch Kontakte zur Universität bekommen. Ich habe einfach nachfragt, ob ich mir das mal ansehen könne. Die NDSU war damals noch in der Division II. Es hatte so funktioniert und ich konnte jeweils eine Woche bleiben. Spätestens seitdem Carson Wentz gedraftet wurde, kennt jeder das College. Ich wollte da noch einmal hin und habe den Quarterback Coach Randy Hedberg angeschrieben. Randy ist ehemaliger Quarterback von Tampa Bay und ist mittlerweile 67 Jahre alt. Das hat geklappt. Randy hat mir viel erklärt und ein richtiger netter Kerl.  Da habe ich auch Trey Lance kennengelernt. Zu der Zeit wurde er als Frischling auswählt, dass er das Team anführen soll. Der Rest ist Geschichte. Trey hat erzählt, was ich bisher in keiner deutsche Presse gelesen habe, dass sein Vater in London bei den Monarchs gespielt hat. Das war in der NFL Europe.  Danach habe ich noch weiter mit Trey geschrieben. Aber seit ein paar Wochen hat er meine Sachen nicht mehr gelesen.  Das wundert mich nicht, denn aus den 70.000 wurden 250.000 Follower. Ich hoffe aber dennoch, dass er mal für 10 Minuten in unseren Podcast kommt. Ich habe mich das erste Mal in meinem Leben um den Draft gekümmert. Mit dem Offensive Tackle Dillion Radunz habe ich noch mehr geschrieben. Er ist von den Tennessee Titans gedraftet worden. Er hat sogar deutsche Vorfahren. Der wird seinen Weg machen, das ist ein sehr souveräner Offensive Tackle.“  

Von Butch wollte ich wissen, welches denn sein schönstes oder prägendes Erlebnis bisher im Football war. Er antwortete: „Das war bei unserer U10. Das sind Momente im Leben, die erlebt man nicht oft, die erlebt man auch nicht im Seniorenbereich. Im letzten Jahr hatten wir ein Scrimmage, das zweite überhaupt der U10. Es ging gegen die Cologne Crocodiles und die Kleinen waren ganz aufgeregt. Ich war als Referee auf dem Feld und Udo mit seinen Plays hinter der Offense. Wir konnten uns gut sehen. In seinem ersten Spielzug des Lebens, bekam ein neuer Spieler (Runningback), mit dem Namen Marlon, den Handoff. Marlon lief unberührt bis zu Endzone. Das Team jubelt und der kleine Mann kommt zurück und heult. Die Tränen liefen und wir dachten, ach du Schei..., was ist denn hier passiert. Udo kniete sich zu Marlon herunter fragte ihn, was denn los sei. Marlon sagte: ‚Ich habe noch nie so etwas Schönes erlebt. Das war das erste Mal, dass ich so etwas gemacht habe.‘ Jetzt hatte der Udo und ich auch Tränen in den Augen und mussten aufpassen, dass wir nicht mitflennen. Das ist so Moment, dafür machst du das!“

Zum Ende konnte ich mir nicht verkneifen, Butch zu fragen, da er ja im Verein nicht so eingebunden ist und jetzt Zeit habe, ob er ein Flag- oder Damen-Team aufbauen möchte. Er verneinte, kam aber ins Grübeln. Besonders interessierte ihn der Flag-Football für die Jüngsten. Schnell zählte er auf, was alles dafürsprechen würde und möchte das gerne einmal mit anderen diskutieren. Lassen wir uns überraschen, was Butch als nächstes startet.

Oliver Jungnitsch von NRW Football im Gespräch mit Stephan „Butch“ Pohl

Stephan „Butch“ Pohl:
Spieler: 
1982 bis 2001 Bonner/Troisdorf Jets
1985 Stuttgart Scorpions
1997 Bonn Gamecocks
DB, K, P.  4TD, 3 TPC, 1 SAF, 49 FG, 173 PAT
Hall of Fame (Class of 2018)
Trainer: 
1985 DC Junior Jets, 
1987 DB-Coach Bonn American High School
1989/1990 HC/DC Jets Seniors
1995+1996 Guest Coach NDSU
2005 Aufbau HC U15
2009 LB-Coach Seniors
2015 Aufbau HC Jets Prospects
2019 Neuaufbau HC Jets U13
2019 Aufbau HC U10. Vorstand/Präsidium.
2019 Guest Coach NDSU
 
Seit 1/2021
Podcast "Die Jets Footballshow"

 

 

Bewertung: 5 / 5

Stern aktivStern aktivStern aktivStern aktivStern aktiv

Unterkategorien

... wird jetzt aufgebaut ...

... wird jetzt aufgebaut ...

Share on

FacebookTwitter

NRW Football on tour

2 Okt
Gelsenkirchen Devils vs. Düsseldorf Bulldozer
Datum 02.10.2021 15:00 Uhr - 18:00 Uhr

Spiel in der Regionalliga


 

3 Okt
Iserlohn Titans vs. Herne Black Barons
03.10.2021 19:00 Uhr - 19:30 Uhr

Spiel in der Landesliga 

Unsere aktuelle Umfrage

Wo folgt/besucht ihr uns regelmäßig?
  • Abstimmungen: (0%)
  • Abstimmungen: (0%)
  • Abstimmungen: (0%)
  • Abstimmungen: (0%)
  • Abstimmungen: (0%)
Abstimmungen gesamt:
Erste Abstimmung:
Letzte Abstimmung:

Last Games

Sonntag, 26 September 2021
Cologne Falcons-U19 14 : 12 Bonn Gamecocks-U19
19:08 | Ostkampfbahn, Köln
Kachtenhausen White Hawks 62 : 6 Elsen Knights
15:00 | TUS Kachtenhausen, Lage
Herne Black Barons 3 : 27 Minden Wolves
15:00 | Horststadion, Herne
Troisdorf Jets Prospects 38 : 12 Wesseling Blackvenom
15:00 | Aggerstadion, Troisdorf

Next Games

Samstag, 2 Oktober 2021
Düsseldorf Typhoons-U19 vs Düsseldorf Panther-U19
11:00 | Rather Waldstadion, Düsseldorf
Recklinghausen Chargers-U19 vs SG Wolves / White Hawks
11:00 | Stadion Hohenhorst, Recklinghausen
Münster Blackhawks-U16 vs Dortmund Giants-U16
11:00 | Sportpark Sentruper Höhe, Münster

Meist gelesen in den letzten 30 Tagen

Most of 2021

Zufällige Beiträge

Lippstadt Eagles vs. Dortmund Giants

Werbung:

AFC.pics

Unser Fotodienst für deinen perfekten Gameday! Seite im Neuaufbau... stay tuned

Fands.pics

Father and Sohn F(and)S- ein Gemeinschaftsprojekt im Bereich Foto und Journalismus

Support NRW Football

Du magst unsere Arbeit, dann kannst du uns gerne etwas spenden. Wir kommen für das Hosting, bei eigenen Beiträgen für die Anfahrt und Ausrüstung selber auf. Wir freuen uns über jeden Betrag, auch über einen symbolischen Kaffee! Gerne kannst Du den Betrag verändern. Ab 10 € senden wir Dir einen exklusiven Sticker von uns zu. Vielen Dank!

Ihre Spende über
Wir benutzen Cookies

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.